Dieses Jahr soll noch ein direkter Nachfolger für das iPhone XR kommen. Ab 2020 ist dann aber Schluss mit LCDs.

Foto: Marcio Jose Sanchez / AP

Mit dem iPhone X hat Apple im Vorjahr erstmals ein Smartphone mit einem OLED-Bildschirm auf den Markt gebracht. Damit sprang man zwar Jahre später als so mancher Mitbewerber auf diesen Zug auf, nun will man sich aber offenbar ganz dieser Technologie verschreiben.

Umdenken

Ab kommendem Jahr sollen sämtliche iPhone-Modelle mit OLED-Displays ausgestattet werden, heißt es in einem aktuellen Bericht des Wall Street Journals. Zentraler Grund für diese Entscheidung sei dabei aber gar nicht die Darstellungsqualität, die sich vor allem durch einen perfekten Schwarzwert von LCDs abhebt. Viel mehr sei Apple vor allem wichtig, dass OLED "flexiblere Designs" ermöglicht.

Aus dieser Formulierung sollte man allerdings nicht notwendigerweise schließen, dass Apple an einem faltbaren Gerät handelt. Vielmehr geht es ganz allgemein darum, dass OLEDs im Gegensatz zu LCDs flexibel sind, und so beim Design von Smartphones mehr Gestaltungsspielraum lassen. So können etwa die iPhones mit OLEDs näher an den Rand des Gehäuses gehen als ihre Pendants mit LCD.

Kostenfrage

Dieser Plan bedeutet allerdings auch, dass Apple zusätzlichen Druck auf die Hersteller von OLED-Bildschirmen machen und in deren Produktion investieren muss. Bisher kommen solche Displays dem Unternehmen nämlich erheblich teurer zu stehen als klassische LCDs. (red, 23.1.2019)