Prinzessin Ubolratana haut den Hut drauf.

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Bangkok – Nach der Kritik von Thailands König Maha Vajiralongkorn kandidiert seine Schwester doch nicht bei der Parlamentswahl im März. Die Partei Thai Raksa Chart zog die Kandidatur von Prinzessin Ubolratana für das Amt der Ministerpräsidentin am Samstag zurück. Der König hatte die Kandidatur als "unangemessen und verfassungswidrig" kritisiert.

Die Prinzessin bedankte sich bei ihren Anhängern für die bisherige Unterstützung. Die Prinzessin hatte am Freitag überraschend angekündigt, sich bei der Parlamentswahl am 24. März als Premierministerin zu bewerben. Damit stellte sie sich gegen Thailands Generäle, die seit einem Militärputsch 2014 an der Macht sind. Am Abend sprach König Maha Vajiralongkorn seiner Schwester dann praktisch das Recht ab zu kandidieren.

"Unangemessen"

In einer Erklärung, die im Fernsehen verlesen wurde, bezeichnete der 66-Jährige die Bewerbung als "unangemessen". Sie stehe auch im Widerspruch zur Verfassung. Das Königshaus stehe "über der Politik". Die letzte Entscheidung über die Zulässigkeit von Kandidaturen liegt bei einem staatlichen Wahlausschuss.

Die Wahl zum neuen Parlament ist nach wiederholter Verschiebung nun am 24. März geplant. Für das 68-Millionen-Einwohner-Land wäre dies ein wichtiger Schritt zurück in Richtung Demokratie. Verlässliche Umfragen gibt es bisher nicht. (APA, 9.2.2019)