Bei Activision-Blizzard soll es am Dienstag aufgrund Umstrukturierungen zu Massenentlassungen kommen.

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Bei Activision-Blizzard sollen laut einem Bericht von Bloomberg massiv Stellen abgebaut werden. Hunderte Arbeitsplätze sollen Umstrukturierungen zum Opfer fallen – dadurch erhofft man sich eine Anhebung der Gewinne. Eine Ankündigung soll bereits am Dienstag erfolgen. 2017 wies das Unternehmen 9.800 Mitarbeiter auf, seither hat der Konzern allerdings immer wieder mit Negativschlagzeilen zu kämpfen.

Diablo

Mobile-Game und Bungie-Trennung

Im November 2018 präsentierte der Konzern im Rahmen der Hausmesse Blizzcon das Mobile-Game Diablo Immortal, das dem Unternehmen einerseits einen Shitstorm einbrachte und andererseits auch den Aktienkurs massiv fallen ließ. Kürzlich kam es auch zur Trennung mit Destiny-Hersteller Bungie, der sich nicht gerade positiv auf den Wert des Konzerns auswirkte. Auch eine Sammelklage stand im Raum. Aktuell wird dem Vorwurf des Insiderhandels nachgegangen.

Aktienkurs seit September 2018 halbiert

Der Aktienkurs von Activision-Blizzard steht unterdessen bei 43 Dollar und hat sich seit September 2018 fast halbiert. Allerdings muss hierbei erwähnt werden, dass auch andere Games-Giganten wie EA mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Allerdings hat der Publisher kürzlich mit Apex Legends einen Erfolgshit gelandet – inwieweit der Free2Play-Titel sich finanziell lohnt, wird sich weisen. Mit Anthem hat der Konzern außerdem ein weiteres hochantizipiertes Game in Petto.

DER STANDARD

2019 keine Knaller in Vorbereitung

Bei Activision-Blizzard sieht es hingegen nicht so rosig aus. Mit Call of Duty: Black Ops 4 wurde zuletzt Oktober 2018 ein Shooter präsentiert, der spielerisch die Erwartungen übertraf. Für 2019 hat der Hersteller allerdings keine wirklichen neuen Kracher im Angebot. Auch das bislang erfolgreiche Portfolio mit WoW, Hearthstone, Starcraft & Co. dürfte den Negativtrend bislang nicht aufgehalten haben. Mit WoW: Classic und Warcraft 3: Reforged kommen heuer immerhin Neuauflagen der Klassiker. (red, 11.2.2019)