Am Sonntag Slalom-Weltmeister, am Dienstag Slalom-Kristall. Läuft. Da ist das Viertelfinalaus in Stockholm zu verkraften.

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Hirscher-Bezwinger Ramon Zenhäusern wiederholte seinen Vorjahrstriumph.

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Mikaela Shiffrin gewann das Parallelrennen in Stockholm und die Slalom-Kristallkugel.

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Stockholm – Nur zwei Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaften von Åre sind am Dienstag die nächsten Entscheidungen im alpinen Skisport gefallen. Beim City-Event in Stockholm und damit wieder in Schweden holten die Superstars Marcel Hirscher und Mikalea Shiffrin zum jeweils sechsten Mal und vorzeitig den Slalom-Weltcup. Shiffrin machte den Sack mit ihrem 57. Weltcupsieg zu, Hirscher wurde Achter.

Dem Salzburger reichte zum Gewinn seiner bereits 18. Kristallkugel – bisher auch sieben im Gesamt- und fünf im Riesentorlauf-Weltcup – der Einzug ins Viertelfinale durch einen Auftaktsieg gegen den Franzosen Victor Muffat-Jeandet. Danach war gegen Ramon Zenhäusern Endstation. Der großgewachsene Schweizer scheint für diesen Bewerb prädestiniert, Hirscher hielt sich gegen den Eidgenossen gut. Zenhäusern gewann den Bewerb wie im Vorjahr, sein zweiter Weltcupsieg.

Schwarz fährt aufs Stockerl

Einer von insgesamt acht angetretenen ÖSV-Aktiven erreichte ein Semifinale, und zwar Oslo-Sieger Marco Schwarz. Der Kärntner sicherte sich den Podestplatz im "kleinen Finale" gegen den Schweizer Daniel Yule. "Es taugt mir schon, es ist schon cool. Es ist ein cooles Publikum gewesen", sagte Schwarz. Der dreifache WM-Medaillengewinner von Åre gratulierte dem Sieger. "Ramon hat, glaube ich, verdient gewonnen. Ich bin auch gut gefahren, die Zeiten waren gut."

Hirscher war zuallererst mit der Fixierung des Siegs im Disziplin-Weltcup zufrieden. "Super. Das war ein Mitgrund, warum ich da hergekommen bin. Das hat sich voll ausgezahlt." Der 29-Jährige war am Montag daheim bei der Familie, um wieder zurück nach Schweden zu reisen. Mit seiner Leistung war er zufrieden. "Heute hat es super gepasst für mich. Gegen Ramon Zenhäusern ist die Geschichte wie David und Goliath. Im zweiten Lauf habe ich super dagegengehalten. Ich bin sehr happy."

Zenhäusern setzte sich bei diesmal niedriger gehängten Flaggen im Finalduell mit Lokalmatador Andre Myhrer in Hin- und Rücklauf über je 22 Tore und einen Sprung ebenfalls mit 0,27 Sekunden Vorsprung durch wie Shiffrin gegen Susanne Geiger. War es bei den Herren eine Neuauflage des Vorjahrsfinales, realisierte Geiger ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Das Duell um den dritten Platz holte Anna Swenn-Larsson in einem schwedischen Zweikampf mit Frida Hansdotter.

Truppe Fünfte

Als beste der drei angetretenen ÖSV-Damen wurde Katharina Truppe Fünfte, nachdem die Kärntnerin im Viertelfinale Shiffrin stark gefordert hatte. Die Vorarlbergerin Katharina Liensberger und die Salzburgerin Bernadette Schild blieben in Runde eins hängen, wurden Neunte beziehungsweise Elfte. "Ich habe einfach voll riskiert und bin mit vollem Tempo rüber", schilderte Liensberger die Sprungpassage im ORF-Interview. "Ich bin bei beiden Läufen in Rückenlage gekommen."

Die übrigen drei angetretenen ÖSV-Herren mussten ebenso ihrem jeweils ersten Gegner den Vortritt lassen. Manuel Feller (11.), Michael Matt (16.) und Christian Hirschbühl (10.) hatten mit Zenhäusern, Myhrer beziehungsweise Alexis Pinturault (FRA) harte Hürden vorgesetzt bekommen. "Wenn man gewinnen will, muss man gegen jeden gewinnen", meinte Feller jedoch nicht unrichtig. Weiter geht der Herren-Weltcup ab Freitag in Bansko, jener der Damen am Wochenende in Crans Montana.

Kvitfjell holt Garmisch-Abfahrt nach

Die Herren erhalten zudem eine weitere Rennmöglichkeit: Für die Anfang Februar in Garmisch-Partenkirchen aufgrund heftiger Schnee- und Regenfälle abgesagte Weltcup-Abfahrt ist ein Ersatz gefunden worden. Wie der Internationale Skiverband (Fis) am Dienstagabend bekanntgab, wird der Wettkampf im Rahmen der Speedrennen in Kvitfjell am Freitag nächster Woche, dem 1. März, nachgeholt werden.

Damit sieht der neue Terminplan der Fis neben der für Samstag (2. März) geplanten Abfahrt und dem für Sonntag (3. März) angesetzten Super-G ein zusätzliches Abfahrtsrennen im norwegischen Olympia-Ort von 1994 vor. (APA, 19.2.2019)

Ergebnisse vom zum Slalom-Weltcup zählenden City-Event in Stockholm:

Damen – Endstand:
1. Mikaela Shiffrin (USA)
2. Christina Geiger (GER)
3. Anna Swenn-Larsson (SWE)
4. Frida Hansdotter (SWE)
5. Katharina Truppe (AUT)
6. Laurence St-Germain (CAN)
7. Wendy Holdener (SUI)
8. Petra Vlhova (SVK)
9. Katharina Liensberger (AUT)
10. Kristin Lysdahl (NOR)
11. Bernadette Schild (AUT)
12. Erin Mielzynski (CAN)
13. Irene Curtoni (ITA)
14. Ragnhild Mowinckel (NOR)
15. Nastasia Noens (FRA)
16. Chiara Costazza (ITA)

Achtelfinale: Shiffrin s. Mowinckel (out), Truppe s. Mielzynski (+0,14), Swenn-Larsson s. Costazza (1,29), Holdener s. Curtoni (out), Hansdotter s. Lysdahl (0,87), St-Germain s. Liensberger (0,49), Geiger s. Schild (0,98), Vlhova s. Noens (out)

Viertelfinale: Shiffrin s. Truppe (0,16), Swenn-Larsson s. Holdener (out), Hansdotter s. St-Germain (0,52), Geiger s. Vlhova (out)

Semifinale: Shiffrin s. Swenn-Larsson (0,01), Geiger s. Hansdotter (0,04)

Um Platz drei: Swenn-Larsson s. Hansdotter (0,35)

Finale: Shiffrin s. Geiger (0,27)

Herren – Endstand:
1. Ramon Zenhäusern (SUI)
2. Andre Myhrer (SWE)
3. Marco Schwarz (AUT)
4. Daniel Yule (SUI)
5. Sebastian Foss-Solevaag (NOR)
6. Manfred Mölgg (ITA)
7. Alexis Pinturault (FRA)
8. Marcel Hirscher (AUT)
9. Dave Ryding (GBR)
10. Christian Hirschbühl (AUT)
11. Manuel Feller (AUT)

12. Henrik Kristoferssen (NOR)
13. Victor Muffat-Jeandet (FRA)
14. Clement Noel (FRA)
15. Loic Meillard (SUI)
16. Michael Matt (AUT)

Achtelfinale: Hirscher s. Muffat-Jeandet (0,94), Zenhäusern s. Feller (0,57), Pinturault s. Hirschbühl (0,10), Yule s. Meillard (out), Mölgg s. Noel (disqualifiziert), Myhrer s. Matt (out), Schwarz s. Ryding (0,21), Foss-Solevaag s. Kristoffersen (0,34)

Viertelfinale: Zenhäusern s. Hirscher (0,49), Yule s. Pinturault (0,21), Myhrer s. Mölgg (1,11), Schwarz s. Foss-Solevaag (0,15)

Semifinale: Zenhäusern s. Yule (0,29), Myhrer s. Schwarz (0,06)

Um Platz drei: Schwarz s. Yule (out)

Finale: Zenhäusern s. Myhrer (0,27)

Gesamtweltcup nach 28 Rennen:

1. Marcel Hirscher (AUT) 1248
2. Alexis Pinturault (FRA) 768
3. Henrik Kristoffersen (NOR) 693
4. Dominik Paris (ITA) 550
5. Vincent Kriechmayr (AUT) 515
6. Beat Feuz (SUI) 513
7. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 505
8. Marco Schwarz (AUT) 500
9. Daniel Yule (SUI) 446
10. Mauro Caviezel (SUI) 440

Slalom Herren (10):

1. Marcel Hirscher (AUT) 708
2. Daniel Yule (SUI) 446
3. Clement Noel (FRA) 419
4. Henrik Kristoffersen (NOR) 391
5. Alexis Pinturault (FRA) 385
6. Ramon Zenhäusern (SUI) 371
7. Marco Schwarz (AUT) 351
8. David Ryding (GBR) 290
9. Michael Matt (AUT) 288
10. Andre Myhrer (SWE) 268
11. Manuel Feller (AUT) 258

Gesamtweltcup nach 27 Rennen:

1. Mikaela Shiffrin (USA) 1794
2. Petra Vlhova (SVK) 1075
3. Wendy Holdener (SUI) 783
4. Nicole Schmidhofer (AUT) 617
5. Ragnhild Mowinckel (NOR) 607
6. Frida Hansdotter (SWE) 547
7. Viktoria Rebensburg (GER) 509
8. Ilka Stuhec (SLO) 507
9. Federica Brignone (ITA) 500
10. Michelle Gisin (SUI) 442
11. Ramona Siebenhofer (AUT) 436
12. Stephanie Venier (AUT) 431
13. Katharina Liensberger (AUT) 403

Slalom Damen (10):

1. Mikaela Shiffrin (USA) 960
2. Petra Vlhova (SVK) 757
3. Wendy Holdener (SUI) 521
4. Frida Hansdotter (SWE) 398
5. Anna Swenn-Larsson (SWE) 396
6. Katharina Liensberger (AUT) 314
7. Katharina Truppe (AUT) 300
8. Christina Geiger (GER) 251
9. Bernadette Schild (AUT) 231
10. Erin Mielzynski (CAN) 207