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Berlin – CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer verliert laut einer Umfrage an Zustimmung bei den Wählern. Ihre Zustimmungswerte sanken in dem am Montag veröffentlichten "Trendbarometer" der Fernsehsender RTL und n-tv im Vergleich zum Dezember um zwölf Prozentpunkte auf 36 Prozent. Eine Direktwahl gegen die mögliche SPD-Kanzlerkandidaten Andrea Nahles und Olaf Scholz würde sie weiter gewinnen.

Gegenüber der Vorwoche büßt die CDU-Chefin im Vergleich mit SPD-Chefin Nahles fünf Prozentpunkte ein, im Vergleich mit Finanzminister Scholz sechs Prozentpunkte. Allerdings liegt sie weiterhin in der Wählergunst klar vor den SPD-Politikern. Wenn die Kanzlerin oder der Kanzler direkt gewählt würden, würden sich 36 Prozent für Kramp-Karrenbauer und 15 Prozent für Nahles entscheiden. Bei einem Duell gegen Scholz würden sich 31 Prozent für die CDU-Chefin und 24 Prozent für den Finanzminister entscheiden.

Links der Mitte gewinnt leicht

Bei den Präferenzen für die Parteien gab es im Trendbarometer nur leichte Verschiebungen. SPD, Grüne und Linke gewinnen jeweils einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche, während CDU/CSU, FDP und AfD jeweils einen Prozentpunkt verlieren.

Wenn der Bundestag jetzt neu gewählt würde, wäre die Union mit 30 Prozent weiter stärkste Kraft. Die Grünen kämen auf 20 Prozent, die SPD auf 16 Prozent. Die AfD liegt bei elf Prozent, die FDP bei neun Prozent und die Linkspartei bei acht Prozent. Für das Trendbarometer befragte das Meinungsforschungsunternehmen Forsa in der vergangenen Woche 2501 Wahlberechtigte.

Kramp-Karrenbauer wurde im Dezember zur Vorsitzenden der größten deutschen Parlamentspartei gewählt, als Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie will aber bis zum Ende der Legislaturperiode im Spätsommer 2021 im Amt bleiben. Ob Kramp-Karrenbauer auch Kanzlerkandidatin der Unionsparteien bei der nächsten Bundestagswahl wird, ist nicht sicher. (APA, 25.3.2019)