Boris Johnson

Eine Zeitlang war es ruhig um den 54-jährigen früheren Londoner Bürgermeister und Außenminister – und nunmehrigen Zeitungskolumnisten. Doch nun, wo ein Ende der Ära May dräut, ist er wieder da. So sehr will er Premierminister werden, dass er, der Brexiteer, sogar Mays Deal mit der EU durch das Parlament verhelfen will – Hauptsache, May geht.

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Jeremy Hunt

Hunt, 52, Londoner und wie Johnson einst Außenminister, gilt als klassischer Konservativer. Erst war er Remainer und im moderaten Lager der Torys verankert, danach einer der eifrigsten Brexit-Verfechter. Für viele Konservative dürfte er gleichwohl als sichere Wahl gelten.

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Dominic Raab

Der frühere Brexit-Minister (45) gilt als Johnsons schärfster Konkurrent im Lager der Brexit-Ultras. Bis heute lehnt er den May-Deal konsequent ab.

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Matt Hancock

Der 40-jährige Nordengländer gilt als aussichtsreicher Überraschungskandidat – während der Rest des Kabinetts durch das Brexit-Chaos mäandert, hat der Gesundheitsminister einige seiner Schlüsselprojekte fernab der Aufmerksamkeit durchgebracht.

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Sajid Javid

Der 49-jährige Banker, erster Innenminister pakistanischer Herkunft, galt eine Zeitlang als einer der Favoriten. Allerdings, und das wird immer mehr zu seinem Problem, mangelt es ihm an einer Hausmacht in der Konservativen Partei. Das hat er allerdings mit May selbst gemein.

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Michael Gove

Der Umweltminister wollte eigentlich selbst Parteichef werden, musste aber May Platz machen. Danach hat der 51-Jährige, der auch schon Bildungs- und Justizminister war, sich aber als treuer Genosse seiner Chefin erwiesen. Weil er gegen Johnson angetreten ist, hat er wohl nicht mehr allzu viel Kredit bei Brexit-Unterstützern.

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Amber Rudd

Die Arbeitsministerin ist unlängst in Ungnade gefallen, weil sie öffentlich gegen einen No Deal aufgetreten ist, als May diesen noch als Drohkulisse benötigte. Die 55-Jährige ist zudem Remainerin, was sie für viele Wähler unglaubwürdig machen dürfte. (Florian Niederndorfer, 27.3.2019)

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