Jordan Peele hatte bisher große Erfolge bei seinen zwei ersten Filmen als Regisseur.

Foto: reuters/munoz

Alles begann mit zwei erfolgreichen Filmen in Folge: Dem Schauspieler Jordan Peele gelangen zwei enorm positiv aufgenommene Filme in Folge, obwohl es die ersten Male sind, in denen er Regie führt. US-Medien betonen dabei, dass es sich bei den Hauptdarstellern in den Filmen um schwarze Schauspieler handelt – etwas, was in Hollywood oft als "schwierig" zu verkaufen dargestellt wird.

Kein weißer Mann in der Hauptrolle

Peele erklärte in einem Gespräch in einem US-Theater, bei dem auch der "Hollywood Reporter" anwesend war, zudem, dass er sich nicht vorstellen könne, einen weißen Hauptdarsteller in seinen Filmen zu zeigen. "Nicht, dass ich weiße Männer nicht mag", sagte er. "Aber ich habe diesen Film schon gesehen." Das Großartige sei, dass wir in einer Zeit leben würden, in der die Mythen über die Darstellung in der Branche sich als falsch erwiesen hätten.

Hasswelle

Seine Aussagen trafen in sozialen Medien auf viel Gegenwind. Auf Reddit etwa bezeichneten ihn User als "dummes, rassistisches Stück Scheiße" und bezichtigten ihn der Doppelmoral. Zahlreiche Nutzer riefen dazu auf, Peele und seine Filme zu boykottieren. Neben der Hasswelle wurde Peele aber auch von vielen Usern verteidigt. So geben einige Nutzer an, dass Minderheiten in der Vergangenheit immer wieder gesagt wurde, dass sie, wenn sie diverse Geschichten haben wollen, selbst solche kreieren sollen – das würde Peele nun tun, ohne dabei zu suggerieren, dass Geschichten, die weiße Charaktere enthalten, nicht zu erzählen seien.

Peeles Produktionen "Us" und zuvor "Get Out", beides Horrorfilme, waren beide bisher große wirtschaftliche Erfolge. Zudem wurden sie von Kritikern vielfach gelobt. (red, 29.3.2019)