Foto: Bebeto Matthews / AP

Apple ist eigentlich für seine strikte Geheimhaltung bekannt. Doch auch für den iPhone-Hersteller ist es in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden, das Durchsickern von Details über in Entwicklung befindliche Produkte zu verhindern. Dass es mehrere Monate vor der geplanten Enthüllung erste Details zu einer neuen iOS-Version gibt, stellt nun aber eine Novität dar.

Dark Mode

Bei 9to5Mac kann man mit ersten Details zum kommenden iOS 13 aufwarten, und beruft sich dabei auf Insider-Informationen. Demnach soll die neue Betriebssystemversion wieder mit einer Fülle von Verbesserungen aufwarten. Eine der sichtbarsten: Künftig soll es einen systemweiten Dark Mode für iPhones und iPads geben. Damit zieht iOS mit macOS gleich, das ein solches Feature schon im Vorjahr integriert hat. Auch andere Betriebssysteme bieten mittlerweile optional eine dunkle Darstellung an, bei Android hält solch ein Feature ebenfalls mit der nächsten Softwaregeneration Einzug. Unter iOS soll das Ganze aber auch gleich mit einer weiteren dunkel gehaltenen Variante kombiniert werden, die auf hohen Kontrast ausgerichtet ist.

Undo

Ebenfalls neu: Es kommt eine globale Undo-Geste. Mit einem Drei-Finger-Swipe über dem Keyboard-Bereich nach links oder rechts kann man Aktionen rückgängig machen oder danach wiederholen. Ein Tutorial soll den Usern diese zusätzliche Geste beim ersten Mal nach dem Update näherbringen.

Tablets

Für das iPad soll es eine Neuerung geben, die Nutzer schon länger fordern: Die Möglichkeit für Apps, mehrere Fenster zu nutzen. Dabei soll es auch möglich sein, dies in einer Art Kartenstapel zu versammeln, um sie zentral wieder auffinden zu können. Zudem ist aber auch die Trennung von anderen Fenstern möglich. Eine weitere Neuerung für Tablet-User: Der Safari unter iOS 13 soll nun automatisch die Desktop-Version von Webseiten anfordern. Damit stellt man sich der Realität, dass viele Seiten weiterhin nicht extra auf Tablets vorbereitet sind, und stattdessen eine mobile Ansicht bieten, die am iPad ziemlich verloren wirkt.

Vermischtes

Deutliche Verbesserungen soll es auch für die Mail-App geben. So soll es künftig möglich sein, die Nachrichten in Kategorien wie "Marketing", "Einkäufe" oder "Reisen" zu sortieren. All das soll dann zentral durchsuchbar sein. Zudem soll die Reminder-App ein Redesign erfahren und auch das Lautstärken-Overlay überarbeitet werden. Zudem sind laut dem Bericht noch einige Neuerungen für den Bereich Produktivität geplant, darunter die Möglichkeit in einer geteilten Ansicht unterschiedliche Statusbarstile zu verwenden.

Die ersten offiziellen Details zu iOS 13 werden für die Anfang Juni geplante Worldwide Developers Conference (WWDC) erwartet. Die fertige Version sollte es dann wie gewohnt im September zum Download geben. (red, 16.4.2019)