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Nachdem Roaming-Gebühren für Telefonate aus EU-Ländern ins Heimatland schon im Sommer 2017 abgeschafft wurden, werden nun auch Telefonate und SMS vom Heimatland ins EU-Ausland deutlich billiger. Seit Mittwoch (15. Mai) sind die Gebühren für Konsumenten aufgrund einer EU-Verordnung gedeckelt – in Österreich für Anrufe mit maximal 22,8 Cent (inklusive Mehrwertsteuer) pro Minute und 7,2 Cent pro SMS.

Festnetz und Handygespräche

Die Deckelung gilt sowohl für Festnetz-Anrufe als auch für Handygespräche. Voraussichtlich noch im Laufe dieses Jahres soll die Regelung auch für Anrufe nach Liechtenstein, Island und Norwegen gelten – derzeit fehlt für diese Länder noch die Umsetzung eines EWR-Abkommens.

Die wichtigsten österreichischen Telefonie-Anbieter hatten schon bisher auch Tarife mit inkludierten Auslandsminuten im Angebot. Nun senken A1 Telekom Austria, Magenta (T-Mobile) und Drei ihre Tarife aufgrund der EU-Verordnung, aber alle schöpfen den maximal zulässigen Preis voll aus.

A1 senkt dementsprechend in allen Privat-Tarifen die Kosten für Gespräche von Österreich in EU Länder, Liechtenstein, Norwegen und Island. Das gilt für Mobiltelefonie (A1, B.free und Red Bull Mobile) und sowie Festnetz inkl. Telefonzellen von bisher 99 Cent pro Minute.

Neue Tarife

Bei T-Mobile (jetzt Magenta) gilt die neue EU-Regelung bereits seit 7. Mai 2019 in allen neuen Handy-Tarifen. Bestehende T-Mobile-, tele.ring- und UPC-Tarife werden am 15. Mai 2019 automatisch umgestellt. Zusatzpakete für Auslandstelefonie bleiben unverändert. Obwohl die EU-Regelung nicht für Business-Kunden gilt, wird sie seit 7. Mai in allen neuen Magenta-Business-Tarifen angewendet. Bisher waren auch bei T-Mobile für Auslandsminuten einheitlich 99 Cent zu bezahlen, nachdem die Freiminuten verbraucht waren.

"Drei"-Kunden bezahlten bisher nach Verbrauch der in Tarifpaketen enthaltenen Freiminuten 45 Cent pro Minute für Anrufe ins EU-Ausland. Der Preis für internationale SMS betrug bisher einheitlich 35 Cent in alle Länder weltweit. (red, 15.5. 2019)