Für Raheem Sterling (zwischen Bernardo Silva und Kevin De Bruyne) und Kollegen lief es im Wembley prächtig.

Foto: Reuters/John Sibley

Der englische Fußball-Meister Manchester City hat zum sechsten Mal den FA Cup gewonnen und damit das erste nationale Triple perfekt gemacht. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola besiegte im Finale von Wembley den Ligakonkurrenten FC Watford 6:0 (2:0). Das begehrte "domestic treble" aus Meisterschaft, Liga-Cup und FA Cup schaffte zuvor im englischen Männerfußball noch kein Verein.

David Silva (26.) und Raheem Sterling (38.) brachten den Favoriten bereits vor der Pause auf die Siegerstraße. Der ehemalige Bundesligaprofi Kevin De Bruyne (61.), Gabriel Jesus (68.) und erneut Sterling (81./87.) machten dann alles klar. Für Watford mit Ehrenpräsident Elton John wäre es der erster Titel der Vereinsgeschichte gewesen.

Sterling schenkt Watford-Goalie Heurelho Gomes zum sechsten und letzten Mal ein.
Foto: APA/AFP/GLYN KIRK

Erst in der vergangenen Woche hatte Manchester am letzten Spieltag den Titelgewinn in der Premier League wiederholt. Zwei Punkte lagen die Citizens am Ende vor dem FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp. Den Liga-Cup hatte sich City Ende Februar durch ein 4:3 im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea gesichert. In der Champions League war City allerdings im Viertelfinale an Tottenham Hotspur gescheitert.

Zu Beginn zeigte sich Watford in Wembley aber keineswegs ehrfürchtig. Roberto Pereyra hatte nach 15 Minute die Riesenchance zur Führung, vergab diese jedoch freistehend.

Wenig später machten es die Favoriten besser: Silva markierte mit einem Linksschuss die Führung. Vor der Pause musste Sterling nach einer schönen Kombination den Ball nur noch über die Linie drücken.

Nach der Pause behielt De Bruyne, erst kurz zuvor eingewechselt, kühlen Kopf und vollendete einen Konter ebenso souverän wie später Gabriel Jesus. Sterling machte zudem noch seinen Dreierpack perfekt.

Ärger mit der UEFA

Der Club steht dieser Tage aber auch wegen eines anderen Themas in den Schlagzeilen. Weil man die Finanzregeln der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verletzt haben soll, droht eine Strafe.

Wie der Verband in der vergangenen Woche mitteilte, ist eine betreffende Untersuchung dazu bereits abgeschlossen. Nun werde die Rechtsprechende Kammer der UEFA ihre Entscheidung treffen, hieß es ohne nähere Angaben. Im Raum steht im schlimmsten Fall ein Ausschluss von europäischen Bewerben für eine Saison. Manchester City bestreitet gravierende Regelverstöße. (sid, APA, 18.5.2019)