"Probieren Sie es mit Respekt", schlägt der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif US-Präsident Donald Trump vor, "Das funktioniert!".

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Teheran – Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat auf die Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, sein Land auszulöschen, scharf reagiert. Trumps auf einen "Völkermord" anspielende "Verhöhnungen" bedeuteten nicht "das Ende des Iran", teilte Zarif am Montag auf Twitter mit.

Trump hatte dem Iran am Sonntag mit Auslöschung gedroht. "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein", schrieb der US-Präsident auf Twitter.

Die Iraner seien über Jahrtausende hinweg ein großes Volk geblieben, während alle Angreifer wieder verschwunden seien, schrieb Zarif auf Twitter. Trumps Verhöhnungen und der "Wirtschaftsterrorismus" der USA bedeuteten nicht das Ende des Iran. Er rief das Weiße Haus auf, "niemals einen Iraner zu bedrohen". "Probieren Sie es mit Respekt – das funktioniert!"

"Trump hofft, das zu erreichen, was Alexander (der Große) und Dschingis (Khan) und andere Aggressoren (gegen den Iran) nicht erreicht haben", so Zarif weiter. Der Iran ist laut dem Minister noch da, die Aggressoren dafür schon lange weg.

"Offizielles Ende"

Trump hatte dem Iran am Sonntag in deutlichen Worten gedroht. "Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Droht nie wieder den Vereinigten Staaten!", schrieb Trump am Sonntag auf Twitter.

Ein Jahr nach Trumps einseitiger Kündigung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran haben sich die Spannungen mit Teheran massiv verschärft. Unter Verweis auf eine "unmittelbare Bedrohung" durch proiranische Milizen im Irak verstärkten die USA ihre Militärpräsenz in der Golfregion. Nach der Verhängung weiterer Sanktionen durch Washington kündigte der Iran zudem Anfang Mai an, bestimmte Bestimmungen des Atomabkommens nicht länger einzuhalten. (APA, 20.5.2019)