Warten auf das Mate X.

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Ob Hype oder Durchbruch: Das öffentliche Interesse an faltbaren Smartphones war Anfang des Jahres jedenfalls noch riesig. Gerade Samsung und Huawei wetteiferten dabei mit großspurigen Versprechen um die Gunst der "Early Adopter". Einige Monate ist diese Vorfreude bei vielen der Ernüchterung gewichen. Nach Samsung verschiebt nun auch Huawei den Marktstart seines ersten faltbaren Smartphones.

Verschiebung

Das Mate X soll nicht wie geplant im Juli in den Handel kommen, bestätigt Huawei gegenüber US-Medien. Als neuen Termin visiert man nun – zumindest vorerst – den September an. Angesichts des aktuellen Handelsstreits mit den USA war eine entsprechende Ankündigung zwar erwartet worden, umso überraschender kommt aber die Begründung. Man wolle "kein Produkt vorstellen, das unser Ansehen beschädigt", heißt es in einer Stellungnahme gegenüber CNBC. Dies deutet auf technische Probleme hin.

Huawei will die gewonnene Zeit nutzen, um die Hardware weiteren Tests zu unterziehen, heißt es. Worum es dabei genau geht, führt man nicht aus, allerdings hatten Experten immer wieder gewarnt, dass solche Geräte leicht zu Beschädigungen neigen könnten. Das musste schließlich auch Samsung bei seinem Galaxy Fold zur Kenntnis nehmen, das nur wenige Tage vor dem anvisierten Marktstart zurückgezogen wurde, da gleich mehrere Tester mit schweren Hardwaredefekten zu kämpfen hatten.

Android, oder?

Unklarheit gibt es hingegen in Hinblick darauf, mit welcher Software das Mate X schlussendlich überhaupt ausgeliefert werden soll. Während man gegenüber CNBC betont, dass hier noch Android zum Einsatz kommt, da man die offizielle Lizenz von Google noch vor dem Handelsbann erhalten hat, widerspricht dem ein Bericht des Wall Street Journal.

Das Mate X verwendet einen anderen Aufbau als die Konkurrenz von Samsung. So ist der große Bildschirm hier auf der Außenseite angebracht, während das Galaxy Fold nach innen gefaltet wird. Mit 8-Zoll OLED-Bildschirm, 8 GB RAM, drei Kameras und 5G-Support soll es um 2.299 Euro auf den Markt kommen. (apo, 14.6.2019)