Von Mombasa nach Nairobi

Seit zwei Jahren gelangt man mit dem Madaraka-Express (www.kenyatrainbooking.com), für den China in Kenia die Trasse errichtet hat, in knapp fünf Stunden von Mombasa nach Nairobi. Was Eisenbahner an der neuen Strecke, die am Tsavo-Nationalpark vorbeiführt, am meisten stört, bereitet Touristen die größte Freud': Immer wieder wandern Elefantenherden über die Gleise.

Wer den Charme alter Zuggarnituren schätzt, sollte sich die 470 Kilometer lange Strecke von Bulawayo zu den Victoriafällen in Simbabwe (nrz.co.zw) anschauen.
Foto: iStockphoto

Von Daressalam nach Kapiri Mposhi

Die Tanzania-Zambia-Railway-Gesellschaft (www.tazarasite.com) besteht seit 1976 – vorwiegend für den Transport für Kupfer. 2015 wurden aber für die knapp 2.000 Kilometer lange Strecke von Daressalam in Tansania nach Kapiri Mposhi in Sambia auch chinesische Personenwagen angeschafft. Wildtiersichtungen sind auf dieser Strecke häufig.

Komfortable zwölf Stunden Zugfahrt ans Rote Meer ab Addis Abeba.
Foto: APA/AFP/ZACHARIAS

Von Addis Abeba nach Dschibuti

Auch die historische, 750 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba und Dschibuti (ethiodjiboutirailway.com) wurde 2016 von chinesischen Betreibern wiederbelebt. Sie stellen sogar das gesamte Zugpersonal. Auf der zwölfstündigen komfortablen Fahrt bis ans Rote Meer werden sehr unterschiedliche Landschaften durchfahren, ausländische Passagiere kostet das Ticket für die gesamte Strecke rund 30 Euro.

Madaraka-Express: in knapp fünf Stunden von Mombasa nach Nairobi.
Foto: Reuters/Njeri

Von Bulawayo zu den Victoriafällen

Wer den Charme alter Zuggarnituren schätzt, sollte sich die 470 Kilometer lange Strecke von Bulawayo zu den Victoriafällen in Simbabwe (nrz.co.zw) anschauen. Hier sind noch (Schlafwagen-)Abteile aus den 1950ern vor der Kulisse des Sambesi-Flusses (Foto oben) im Einsatz.

The Blue Train: im Luxusabteil durch Südafrika.
Foto: The Blue Train

Von Kapstadt nach Pretoria

Der historische Luxuszug Blue Train durchquert Südafrika. Den "Palast auf Rädern", wie der Zug in den 1920er-Jahren hieß, buchen Hochzeitsreisende oder berühmte Persönlichkeiten. Er verkehrt auf der historischen Strecke zwischen Kapstadt und Pretoria sowie bis zum Kruger-Nationalpark. Auf Spezialreisen geht es auch zu den Victoriafällen, nach Durban oder Port Elizabeth. Auch Suiten stehen zur Verfügung.

Kein Linienzug, aber eine gute Möglichkeit, Afrika ohne Jeep zu bereisen, bietet Rovos Rail.
Foto: Rovos Train

Quer durch Afrika

Im südlichen und östlichen Afrika bietet Rovos Rail die Chance, ganz ohne Jeep auf Safari zu gehen. Zur Wahl stehen für die Fahrt mit der "Pride of Africa" Reisen von drei bis 19 Tagen, die längste führt über 6.000 Kilometer von Kapstadt nach Daressalam in Tansania. Seit Juli 2019 gibt es ein neues Highlight im Netz. Quer durch Afrika führt die neue Route von einem Ozean bis zum anderen. Dabei besuchen die Gäste in den nostalgischen Luxuszügen Angola, Kongo, Sambia und Tansania. (Sascha Aumüller, max, 7.8.2019)