Erst "Blackface"-Designs, dann ein teurer Turban, der bei Sikhs den Vorwurf aufkommen ließ, man wolle aus einem religiösen Symbol Kapital schlagen. Die Entwürfe des italienischen Designers Alessandro Michele für Gucci mögen in der Modewelt besonders angesagt sein, immer wieder haben sie aber auch für Irritation und Shitstorms in den sozialen Netzwerken gesorgt.

Umstrittene Accessoires aus der Herbst/Winter-Kollektion 2018/19 ...
Foto: AP Photo/Antonio Calanni
...von Gucci.
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Das soll nun nicht mehr passieren, wenn es nach Marco Bizzarri, dem CEO des Modeunternehmens, geht. Das zum Luxuskonzern Kering gehörige Unternehmen verkündete die Ernennung von Renée E. Tirado als Beraterin für Diversity-Fragen. Die Managerin hat sich zuletzt bei der Major League Baseball (MLB) für jene Belange eingesetzt.

Renée E. Tirado ist jetzt beim italienischen Modehaus Gucci für Diversity-Angelegenheiten zuständig.
Foto: Gucci

Erst vor kurzem hatte das französische Modehaus Chanel die UBS-Managerin Fiona Pargeter als "Head of Diversity and Inclusion" verkündet.

Auch Modehäuser wie Dolce & Gabbana, Burberry oder Prada waren in der Vergangenheit mit Rassismus- und "Cultural Appropriation"-Vorwürfen konfrontiert und hatten "Diversity Councils" angekündigt. (red, 31.7.2019)