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Die neueste Version von Chrome bietet ein Feature, das für viele User zunächst ungewohnt erscheinen wird: "www" und "Https.//" werden in der Browser-Adresszeile nicht mehr angezeigt. Das gleiche hat, wie "Heise" berichtet, das Unternehmen bereits im September 2018 ausprobiert, ruderte damals aber zurück, da es negatives Feedback gegeben hatte. Kritiker hatten betont, dass Google hier einen grundlegenden Denkfehler begangen habe. Immerhin können sich hinter den Adressen www.name.com sowie name.com zwei unterschiedliche Seiten verbergen, die bei Chrome nun aber exakt gleich dargestellt wurden.

URLs sollen verschwinden

Jedoch verlautbarte man, dass URLs in Zukunft wieder verschwinden sollen – Links seien zu kompliziert –, nun ist das zur Realität geworden. Noch ist es für Nutzer möglich, die vollständige URL einzusehen, allerdings erst nach einem Doppelklick. Wie Community-Managerin Emily Schechter schreibt, lege das Chrome-Team einen besonderen Wert auf Einfachheit, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit bei UI-Interfaces. Die Kürzung würde bedeuten, dass URLs nun leichter zu lesen und zu verstehen werden, zudem gebe es keine unnötigen Ablenkungen mehr.

Kritik

Doch im Chromium-Bug-Tracker gibt es erneut rege Kritik, die Vereinfachung sei übertrieben und verwirrend. Aber, wie "Heise" schreibt, in den Einstellungen lässt sich das Feature wieder deaktivieren: Unter "chrome://flags/ können Nutzer "Omnibox UI Hide Steady-State URL Scheme" und "Omnibox UI Hide Steady-State URL Trivial Subdomains" auf "Disabled" stellen. (red, 3.8.2019)