Die Polizei in Hongkong hat Tränengas und Schlagstöcke im Einsatz.

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Die Hongkonger Polizei ist mit Tränengas und Schlagstöcken gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Die Demonstranten hatten sich am Samstagabend vor einer Polizeiwache im bei Touristen beliebten Viertel Tsim Sha Tsui versammelt, wie AFP-Reporter berichteten. Mit Reizgas versuchten die Beamten, die Proteste aufzulösen.

Trotz schärfer werdender Warnungen aus Festland-China hatten sich am Samstag erneut mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen gegen die pekingtreue Regierung versammelt. Die Proteste konzentrierten sich auf einen Park im Viertel Mong Kok. Die Kundgebung war von der Polizei zunächst untersagt worden, musste aber letztlich zugelassen werden.

Auch Beamte demonstrieren

Die seit zwei Monaten andauernden Proteste in Hongkong waren durch ein später zurückgezogenes Auslieferungsgesetz ausgelöst worden, das die Überstellung von Verdächtigen an das chinesische Festland erlaubt hätte. Später weiteten sie sich zu einer Bewegung gegen den wachsenden Einfluss Pekings in Hongkong aus.

Am Freitag fand erstmals auch eine Beamtenkundgebung statt. Es war das erste Mal, dass Beschäftigte des öffentlichen Sektors aktiv eine Demonstration in Hongkong unterstützten. (APA, 3.8.2019)