Gannett und Gatehouse Media sollen künftig den mit Abstand größten Zeitungsriesen in den USA bilden.

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Sollte es nicht in letzter Minute noch zu Komplikationen kommen, steht ein Merger der beiden größten US-Zeitungsketten bevor: Gatehouse und Gannett bilden dann zusammen einen in den USA noch nie dagewesenen Giganten im Bereich des tagesaktuellen Journalismus, berichtet niemanlab.org.

Das Unternehmen soll demnach künftig Gannett als Namen führen und sein Hauptquartier außerhalb von Washington, D.C., in McLean, Virginia, haben. In seinem Besitz befinden sich dann voraussichtlich 256 Tageszeitungen und tausende wöchentlich erscheinende Publikationen in den ganzen USA. Die Gesamtauflage erreicht dann 8,7 Millionen, während es McClatchy, dann die Nummer zwei, auf 1,7 Millionen bringt. Ein ähnlicher Abstand wird im Digitalbereich erwartet.

Der Deal soll den beiden Unternehmen jährliche Einsparungen in Höhe von 200 bis 300 Millionen US-Dollar bringen und ihnen mehr Zeit verschaffen, ihren digitalen Wandel zu bewältigen. Käufer über seine New Media Investment Group ist Gatehouse, obwohl Gannett, wo etwa "USA Today" erscheint, eigentlich über die größere Reichweite, mehr Cashflow und Umsatz verfügt. (red, 5.8.2019)