Gibt nach Kritik an seiner Rhetorik wieder einmal den Medien die (Mit-)Schuld: US-Präsident Donald Trump.

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Washington – Nach den Massakern in den USA hat Präsident Donald Trump Medien eine Mitverantwortung für "den Zorn und die Wut" im Land zugeschrieben. "Die Medien haben eine große Verantwortung für Leben und Sicherheit in unserem Land", schrieb Trump am Montag auf Twitter.

"Fake News haben stark beigetragen zu dem Zorn und der Wut, die sich über viele Jahre aufgebaut hat. Berichterstattung muss anfangen, fair, ausgewogen und unparteiisch zu sein." Ansonsten würden sich diese "schrecklichen Probleme" nur verschlimmern.

Kritik an Trump

Als "Fake News" bezeichnet Trump normalerweise Berichte, die sich kritisch mit ihm oder seiner Politik befassen. Mehrere prominente Demokraten beschuldigten den republikanischen Präsidenten nach den Massakern in El Paso und Dayton, er ebne mit seiner Rhetorik den Weg für Hassverbrechen.

In El Paso an der Grenze zu Mexiko hatte ein Todesschütze am Samstag in einem Einkaufszentrum 20 Menschen getötet. Die Ermittler prüfen einen rassistischen Hintergrund. In der Nacht auf Sonntag hatte ein weiterer Schütze neun Menschen in Dayton getötet. Die Ermittler gehen bisher davon aus, dass dieser Mann wahllos um sich geschossen hat. (APA/dpa, 5.8.2019)