Alle in Seenot geratenen Menschen konnten sicher geborgen werden.

Foto: SOS Mediterranee via AP

Rom – Das neue Rettungsschiff der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen hat am Freitag erstmals Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aufgenommen. Die Menschen seien aus einem Schlauchboot vor der libyschen Küste an Bord der Ocean Viking geholt worden, teilten die beiden Organisationen mit. "Alle sind sicher an Bord", schrieben sie auf Twitter.

Die Ocean Viking rettet Menschenleben im Mittelmeer.
Foto: SOS Mediterranee via AP

Die Ocean Viking war am Sonntagabend von Marseille aus in See gestochen, um vor Libyen nach Migranten in Seenot Ausschau zu halten. Es ist der erste Einsatz der Organisationen mit diesem Schiff, das unter norwegischer Flagge fährt. Bis vergangenes Jahr waren die NGOs mit der Aquarius unterwegs.

Verteilung unklar

Unklar ist, wohin die Geretteten gebracht werden. Italiens Innenminister Matteo Salvini, ein harter Gegner der Aufnahme von Bootsmigranten, erklärte sogleich, dass die Ocean Viking keine italienischen Häfen anlaufen dürfe. Er sprach von 80 Migranten an Bord.

Sein Ministerium habe außerdem der spanischen Regierung geschrieben, sie solle die Migranten an Bord der Open Arms aufnehmen, teilte Salvini mit. Dieses Schiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms harrt seit gut einer Woche mit 121 Migranten an Bord im Mittelmeer aus. (APA, 9.8.2019)