Einsatzkräfte beim Löschen eines Brandes im Süden des Peloponnes.

Foto: AP / Apostolou

Die Brände konnten unter Kontrolle gebracht werden.

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Athen – Wegen anhaltender Hitze und starker Winde sind am Wochenende mehr als 50 Waldbrände in mehreren griechischen Landesteilen ausgebrochen. Auf der Insel Elafonissos mussten am Samstag ein Campingplatz und ein Hotel evakuiert werden.

Nahe Marathon bei Athen wurde ein Kinderferienlager aus Sicherheitsgründen geräumt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Ana meldete. Marathon liegt in der Nähe des Badeorts Mati, wo im vergangenen Jahr bei einem Waldbrand 102 Menschen ums Leben kamen.

Unter Einsatz von 23 Löschflugzeugen, Hubschraubern und mehr als 450 Feuerwehrleuten und Helfern konnten dieses Wochenende die Brände rasch unter Kontrolle gebracht werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Extreme Wetterbedingungen

Katastrophenschutzchef Nikos Hardalias hatte die Rettungsdienste und Feuerwehren bereits am Freitag in Alarmbereitschaft versetzt. "Wir haben es in den nächsten drei Tagen mit extremen Wetterbedingungen zu tun. Wir müssen alle vorsichtig sein", sagte Hardalias.

Auch am Sonntag gelte für den größten Teil Südgriechenlands laut Feuerwehr und griechischem Zivilschutz weiter die höchste Alarmstufe für Waldbrände. Der griechische Wetterdienst hat für die nächsten Tage eine Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad vorhergesagt. Zudem wehen in der Ägäis Winde der Stärke sieben bis acht.

Seit der Brandkatastrophe im Juli des vergangenen Jahres werden die Bürger über Funk noch nachdrücklicher gewarnt als ohnehin schon. Zudem sendete der Zivilschutz Brandwarnungen an die Bürger auf ihrem Handy.

In vielen Fällen entflammen die Brände durch falsches Verhalten: durch eine weggeworfene Zigarette, Grillen im Freien oder das im Sommer verbotene Verbrennen von Gartenabfällen. (APA, 11.8.2019)