Es funktioniert noch immer fast alles bei Rafael Nadal.

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Rafael Nadal hat das Turnier in Montreal gewonnen und damit seinen 35. Titel bei einem ATP-Masters geholt. Der 33 Jahre alte Titelverteidiger aus Spanien setzte sich im Endspiel überlegen in nur 70 Minuten 6:3, 6:0 gegen den Russen Daniil Medwedew durch und feierte seinen insgesamt 83. Turniersieg auf der ATP-Tour.

"Ich habe ein solides Match gespielt, ohne Zweifel mein bestes in dieser Woche. Ich habe viele Dinge gut gemacht und die Richtungen sowie den Rhythmus während eines Punktes gewechselt. Der Slice hat gut funktioniert", sagte Nadal.

Für Nadal war es der fünfte Sieg beim im jährlichen Wechsel in Toronto und Montreal ausgetragenen Rogers Cup nach 2005, 2008, 2013 und 2018. Der Rekordsieger bei Masters-Turnieren baute seinen Vorsprung auf Novak Djokovic (33 Titel) und Federer (28), die beide in Montreal nicht am Start waren, aus.

Kein Cincinnati

Wenige Stunden nach seinem Triumph erklärte Nadal, auf seine Teilnahme am beim Montag beginnenden Turnier in Cincinnati zu verzichten. Er wolle auf seinen "Körper aufpassen" und versuchen so gesund zu bleiben, wie er es derzeit sei, teilte Nadal bei Facebook mit. Schon im vergangenen Jahr hatte er seine Teilnahme am Ohio River im Vorfeld der US Open (26. August bis 8. September) abgesagt.

Für den Weltranglisten-Neunten Medwedew war es eine doppelte Niederlagen-Premiere: Erstmals stand er im Finale eines Turniers der 1000er-Kategorie, erstmals überhaupt traf er auf Nadal. Im Viertelfinale hatte der 23-jährige Russe Dominic Thiem bezwungen.

Nadal war kampflos in sein 51. Masters-Endspiel eingezogen, da sein Halbfinal-Gegner Gael Monfils (Frankreich) wegen Knöchelproblemen nicht antrat. Medwedew hatte sich im ersten russischen Masters-Halbfinale überhaupt gegen Karen Chatschanow mit 6:1, 7:6 (8:6) durchgesetzt. (sid, 12.8.2019)