Facebooks Digitalwährung Libra bereitet vielen Sorge.

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Die von Facebook geplante Digitalwährung Libra muss nach Ansicht des Bankenverbandes BdB einer strikten Kontrolle unterworfen werden. "Libra müsste die weltweit höchsten regulatorischen Standards erfüllen und einer sorgfältigen Aufsicht und Kontrolle unterliegen", sagte BdB-Hauptgeschäftsfüher Andreas Krautscheid, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochausgabe). "Wenn man eine 'Währung' in privater Hand zulassen will, dann muss das gut kontrolliert und reguliert sein." Dies gelte auch für Themen wie Cyberangriffe sowie die Gefahr von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Für die gesetzlich vorgeschriebene Geldwäscheprävention würden die Geldhäuser einen großen Aufwand betreiben. "Das muss bei Libra erst recht passieren", forderte Krautscheid.

Unklarheiten

Ob die von dem weltgrößten sozialen Netzwerk geplante digitale Währung zu einer Gefahr für das bestehende Geldsystem werde, lasse sich noch nicht absehen. Allein wegen der potenziellen Zahl der Nutzer – bei Facebook sind etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert – dürfte Libra im internationalen Geldsystem jedoch eine wichtige Rolle spielen. Facebook hatte im Juni angekündigt, in der ersten Hälfte des kommenden Jahres eigenes Digitalgeld mit dem Namen "Libra" einführen zu wollen. Das Projekt war bei Finanzaufsehern weltweit auf Skepsis gestoßen. Die Techhnologie ist bislang weitgehend unreguliert. Kleinere Länder wie Weißrussland oder Malta haben zwar spezielle Gesetze erarbeitet. Die großen Volkswirtschaften neigen dagegen bislang eher dazu, auf bestehende Finanzregeln zurückzugreifen. (Reuters, 14.8.2019)