Unter dem grönländischen Eis liegen jede Menge natürliche Ressourcen, an denen der US-Präsident interessiert ist.

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Washington – US-Präsident Donald Trump hat sein Interesse am Kauf von Grönland bestätigt. "Das ist etwas, über das wir gesprochen haben", sagte Trump am Sonntag zu Journalisten. "Das Konzept ist aufgekommen – und ich habe gesagt, dass es sicherlich strategisch interessant ist und wir interessiert wären."

Zunächst müsse aber "ein bisschen" mit Dänemark über das Thema gesprochen werden, fügte Trump hinzu. Das Thema habe zudem für seine Regierung nicht oberste Priorität.

"Im Grunde ein Immobiliengeschäft"

Auf die Frage, ob er ein US-Gebiet gegen Grönland eintauschen könne, sagte der Präsident, es seien viele Dinge möglich. "Im Grunde genommen ist es ein großes Immobiliengeschäft", erläuterte der frühere Immobilienunternehmer. Grönland koste Dänemark viel Geld, jährlich 700 Millionen Dollar. "Und strategisch wäre es für die Vereinigten Staaten schön."

Das "Wall Street Journal" hatte am Donnerstag berichtet, Trump liebäugele mit dem Kauf der Insel, die als autonomes Gebiet zu Dänemark gehört. Der Präsident interessiere sich wegen der natürlichen Ressourcen und der geostrategischen Bedeutung für die nordöstlich von Kanada gelegene Insel, zitierte das Blatt mit dem Vorgang vertraute Kreise.

Das Außenministerium des Territoriums erteilte dem möglichen Vorhaben aber eine Absage. Grönland stehe nicht zum Verkauf, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. (red, APA, 19.8.2019)