"No Russian" hätte ganz anders enden sollen.

Foto: Activision

Sie ist wohl eine der blutrünstigen Missionen, die jemals bei einem Mainstream-Spiel dabei war: "No Russian". Bei dem Level des Shooters Call of Duty: Modern Warfare 2 begeht man als Undercover-Agent ein Massaker und erschießt gemeinsam mit russischen Terroristen etliche unschuldige Zivilisten in einem Flughafen. Die Mission sorgte für Kritik – auch unter eingefleischten COD-Fans. Viele Spieler fragten sich, ob eine derartige Sequenz überhaupt nötig war.

oOoInStInCtoOo

Frau von Entwickler ließ Mission blutiger werden

Wie Gameinformer berichtet, hat die Mission auch beim Entwickler selbst für Debatten gesorgt. Das Studio soll gespalten gewesen sein. Die eine Seite setzte sich dafür ein, dass man die Szene aus der Sicht eines Security-Mitarbeiters erlebt, während sich der Rest dafür aussprach, die Mission wie im Endergebnis zu belassen. Anfangs war der Abschnitt aus der Sicht des Undercover-Agenten sogar deutlich unblutiger. Die Frau eines leitenden Entwicklers fragte allerdings, wo das ganze Blut und die Gedärme sind, also wurde die Szene dann doch deutlich brutaler gestaltet.

Mission hätte ganz anders enden sollen

Vor all den internen Debatten hatte man sich darauf geeinigt, das Massaker überhaupt nicht zu zeigen, sondern diese kurz vor dem ersten Schuss zu beenden. Letztlich hatte man sich dann aber doch dazu entschieden, die Szene durchleben zu lassen, da sich das Ende der Mission sonst "zu effekthascherisch" angefühlt hätte. Besagter Ausschnitt aus dem populären Game wurde in späterer Folge übrigens von Trump verwendet, um aufzuzeigen, wie brutal Videospiele sind. Der US-Präsident hatte sich nach einem Massaker mit Vertretern aus der Gamingindustrie getroffen, um Konsequenzen zu besprechen.

Call of Duty

Neuer Ableger von "COD" steht bevor

Mit Call of Duty: Modern Warfare steht bald die nächste Version der Activision-Reihe bevor. Veröffentlicht wird das Spiel am 25. Oktober 2019 für PC, Playstation 4 und Xbox One. Entwickler ist erneut Infinity Ward. Der Shooter soll erneut mit einer Singleplayer-Kampagne kommen, die ähnliche Momente wie "No Russian" mit sich bringen soll. Dabei sollen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und Spieler an ihre moralischen Grenzen bringen. Einen Battle-Royale-Modus wird es übrigens nicht geben, dafür aber "klassische" Spielmodi und Koop-Einsätze. (red, 3.9.2019)