Der von den Demokraten dominierte US-Kongress untersucht Immobiliengeschäfte der Deutschen Bank, die mit US-Präsident Donald Trump in Zusammenhang gebracht werden.

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London/New York – Der Deutschen Bank droht Ärger in den USA wegen des Verdachts auf Geldwäscheverstöße. Insidern zufolge untersucht der US-Kongress, ob interne Kontrollen des Instituts versagt haben. Es gebe Anhaltspunkte, dass Manager der Deutschen Bank Bedenken von Mitarbeitern über Geschäfte mit neuen und existierenden Kunden aus Russland ignoriert hätten, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen Reuters.

Außerdem werde untersucht, ob über die Zahlungssysteme der Bank illegale Gelder aus Russland in die USA geflossen seien, fügte ein weiterer Insider hinzu. Die Ermittlungen befinden sich den Personen zufolge in einem frühen Stadium. Es sei noch nicht klar, ob sich daraus Konsequenzen für das Institut ergeben.

Die Deutsche Bank erklärte, die Arbeit der Ausschüsse des US-Kongresses nicht zu kommentieren und weiterhin bei allen berechtigten Untersuchungen zu kooperieren. "Mit Blick auf die Kontrollen der Bank möchten wir das wiederholen, was wir gesagt haben, als wir Angelegenheiten zu Russland mit den Aufsichtsbehörden beigelegt haben: Nachdem unsere internen Überprüfungen bestimmte Defizite identifiziert hatten, haben wir daran gearbeitet, diese zu beheben, haben bei bestimmten Personen disziplinarische Maßnahmen ergriffen und haben unsere Prozesse zur Aufnahme neuer Kunden und deren Überprüfung überarbeitet."

Der US-Kongress, in dem die oppositionellen Demokraten seit rund einem Jahr die Mehrheit haben, geht seit einigen Monaten dem Verdacht auf Geldwäschegeschäfte bei US-Immobiliendeals nach, die in Zusammenhang mit US-Präsident Donald Trump gebracht werden. Die US-Politiker forderten auch von der Deutschen Bank Informationen über ihre Rolle bei diesen Transaktionen. Trump war vor seinem Wechsel in die Politik als Immobilienunternehmer tätig und hat auch bei der Deutschen Bank Kredite laufen. (Reuters, red, 6.9.2019)