Im Jänner hatte der ehemalige Starbucks-Chef eine Kandidatur bei der Präsidentenwahl in den Raum gestellt

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Washington – Der ehemalige Starbucks-Chef Howard Schultz will nun doch nicht bei der US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr als unabhängiger Kandidat gegen Amtsinhaber Donald Trump antreten. Das teilte Schultz in einem am Freitag auf seiner Website veröffentlichten Brief an seine "lieben Freunde" mit.

Zur Begründung schrieb der 66-Jährige unter anderem: "Heute sind nicht genügend Menschen dazu bereit, einen unabhängigen Kandidaten zu unterstützen, weil sie befürchten, dass das zur Wiederwahl eines einzigartig gefährlichen amtierenden Präsidenten führen könnte."

Schultz spielte darauf an, dass seine Kandidatur als Unabhängiger den Kandidaten der oppositionellen Demokraten Stimmen kosten könnte, was wiederum Trump zugute käme. Der Ex-Chef der Kaffeehauskette hatte im Jänner in der "New York Times" seine Überlegungen verkündet, 2020 anzutreten. Offiziell als Kandidat registriert war er bisher nicht. Trump hatte damals mit Spott regiert und Schultz unterstellt, er habe nicht den Mut zu kandidieren.

Sorge um Wiederwahl von Trump

Am Freitag warf Schultz sowohl Trumps Republikanern als auch den Demokraten vor, das Parteiwohl über das des Landes zu stellen und zur Spaltung der Gesellschaft beizutragen. Er teile aber die Sorge, dass eine Wiederwahl Trumps eine größere Gefahr für die Demokratie darstelle "als weitere vier Jahre politischer Störungen". Die Demokraten rief Schultz dazu auf, einen moderaten und nicht einen der linken Bewerber zu nominieren.

Schultz teilte mit, auch eine Rückenverletzung habe dazu beigetragen, seine Erwägungen über eine Kandidatur zu beenden. Er glaube aber immer noch an die Notwendigkeit, dass das Zweiparteiensystem reformiert werden müsse. Mit dem für seinen Wahlkampf geplanten Geld werde er nun stattdessen Menschen und Organisationen unterstützen, die sich für Ehrlichkeit und Anstand in der Politik einsetzten. (APA, dpa, 6.9.2019)