Beamte befürchten, dass bei den Such- und Bergungseinsätzen weitere Tote entdeckt werden.

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Nassau – Eineinhalb Wochen nach dem Hurrikan Dorian auf den Bahamas werden noch 2.500 Menschen vermisst. Das teilten die Rettungsdienste der Inselgruppe am Mittwoch mit. Der Wirbelsturm war am 1. September über die Bahamas hinweggefegt, die Zahl der Todesopfer wurde zuletzt mit 50 angegeben.

Katastrophenschutzchef Carl Smith erklärte, derzeit stünden noch rund 2.500 Namen auf den amtlichen Vermisstenlisten. Diese seien jedoch noch nicht mit den Listen der Menschen verglichen worden, die in Notunterkünften untergebracht oder vorübergehend umgesiedelt worden seien. "Die Eruierung der genauen Opfer- und Vermisstenzahlen ist noch im Gange."

Anstieg der Opferzahl befürchtet

Die Behörden rechnen jedoch mit einem starken Anstieg der Opferzahl, weil entlegene Regionen noch nicht erreicht werden konnten. Dorian hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen.

Der Rettungseinsatz in den stark verwüsteten Teilen des Inselstaats stellte sich in den Tagen nach dem Hurrikan als äußert schwierig heraus.
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Der bahamaische Gesundheitsminister Duane Sands hatte vergangene Woche die Befürchtung geäußert, dass die endgültige Zahl der Todesopfer wohl "überwältigend" sein werde. Angesichts der Zerstörung war es für Helfer zunächst schwierig, in das Katastrophengebiet zu gelangen. Am Mittwoch sollen erstmals wieder kommerzielle Flüge nach Abaco starten. (red, APA, 11.9.2019)