Die spanische Bank Santander bringt sein Digital-Angebot Openbank nach einer Pilotphase nun auch nach Deutschland.

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Die spanische Bank Santander bringt sein Digital-Angebot Openbank nach einer Pilotphase nun auch nach Deutschland. Noch in diesem Jahr werde die bisher nur in Spanien verfügbare Online-Bank auch in den Niederlanden und in Portugal an den Start gehen, kündigte das Unternehmen am Mittwoch in Berlin an.

Santander verspricht sich von der Internationalisierung des Online-Angebots eine Verdopplung der Kundschaft auf rund zwei Millionen. Aktuell zähle Openbank mehr als 1,2 Millionen Kunden in Spanien und verfüge über Einlagen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar (9,07 Mrd. Euro), sagte Openbank-Chef Erze Szafir Holcman in Berlin. 38 Prozent der Kunden nutzten Openbank als Hauptbank.

Konkurrenz zu N26

Die spanische Großbank Santander gilt mit einem Börsenwert von rund 70 Mrd. Euro als wertvollste Bank der Eurozone. Hierzulande rückt das Unternehmen mit Openbank in direkte Konkurrenz zur Berliner App-Bank N26, die seit Jänner 2015 die Kontoführung über das Smartphone anbietet. Anders als ein Fintech-Start-up bringe Santander Group jedoch "das Beste aus beiden Bank-Welten", einem Tech-Start-up und einem traditionellem Bankhaus, zusammen, sagte Ana Botin, Aufsichtsratsvorsitzende der Banco Santander. (APA/dpa, 18.9.2019)