2009 war der Himmel für XL Airways noch in Ordnung. Im Vorjahr ist der Billigflieger ins Trudeln gekommen.

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Paris – Wie eng der Markt für Billigairlines geworden ist, zeigt die französische XL Airways. Sie hat aufgrund finanzieller Turbulenzen am Freitag ihre Fahrkartenverkäufe eingestellt, teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Man hoffe, den Flugplan am Wochenende fortführen zu können, ab Montag, den 23. September drohte allerdings die Streichung von Flügen.

«Es tut uns zutiefst leid, dass wir wegen großer finanzieller Schwierigkeiten ab sofort den Verkauf von Tickets stoppen», teilt die Fluglinie mit.Passagiere wurden aufgefordert, sich über ihre Flüge zu informieren.

Investorensuche

Die Turbulenzen kommen nicht überraschend. XL steht seit Dezember zum Verkauf. Sowohl eine europäische Airline als auch ein Finanzinvestor sollen Interesse bekundet haben, zu einem Deal ist es bisher aber nicht gekommen.

Laut dem französischen Branchenmagazin Tour Hebdo wird die Fluglinie bereits am Freitagmorgen Insolvenz anmelden. Der Flugbetrieb solle aber vorerst weitergehen. Was das nun für den potenziellen Käufer der Airline heißt, ist unklar. Er soll laut französischen Medienberichten bereits ein Angebot unterbreitet haben. XL Airways betreibt eine Flotte von drei Airbus A330.

Die deutsche Schwester. XL Airways Germany, hatte bereits Ende 2012 Insolvenz angemeldet. (Reuters, ung, 20.9.2019)