"You had a future, and so should we! – Ihr hattet eine Zukunft, wir wollen auch eine!", "Oh, oh, oh, fossil fuels have got to go! – Fossile Brennstoffe müssen verschwinden!" und "Sea levels are rising, and so are we! – Der Meeresspiegel steigt an, und auch wir erheben uns!"

So skandierten die Demonstranten am vergangenen Freitag, während sie durch New Yorks Straßen zogen und für den Klimaschutz demonstrierten. Das Büro des New Yorker Bürgermeisters schätzte die Zahl der Demonstranten auf 60.000, die Organisatoren auf 250.000. Den Schülern des öffentlichen Schulsystems wurde erlaubt, von der Schule fernzubleiben, solange sie eine schriftliche Erlaubnis der Eltern vorzeigen konnten.

Wir fordern eine sichere Zukunft

Greta Thunberg, die sechzehnjährige Klimaaktivistin aus Schweden, sagte in ihrer Rede am Ende der Demonstration im Battery Park an der Südspitze Manhattans: "Right now we are the ones who are making a difference. If no one else will take action, then we will. We demand a safe future. Is that really too much to ask?" – "Wir sind im Moment diejenigen, die etwas verändern. Wenn sonst niemand etwas unternimmt, werden wir es machen. Wir fordern eine sichere Zukunft. Ist das wirklich zu viel verlangt?"

Die weltweiten Klimastreiks finden zu einem Zeitpunkt statt, zu dem in den Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump eine ganze Reihe von Umweltregulierungen wieder außer Kraft gesetzt und zurückgeschraubt werden, wie beispielsweise Abgasstandards für Autos, Wasserschutzgesetze oder Schutzbestimmungen für Nationalparks und Naturschutzgebiete. Letzte Woche wurden außerdem in der Zeitschrift "Science" neue Zahlen zu der Vogelzahl in den Vereinigten Staaten und Kanada präsentiert. Gemäß dieser Studie ist die Zahl der Vögel auf dem Kontinent in den letzten 50 Jahren um 29 Prozent zurückgegangen.

Demonstranten am Foley Square in Manhattan.
Foto: Stella Schuhmacher
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"smarter cabinets at IKEA" - cabinet steht auch fuer die Regierungsminister.
Foto: Stella Schuhmacher
Rettet die Bienen. Wenn ihr nicht wie Erwachsene handelt, werden wir das tun.
Foto: Stella Schuhmacher
SOS
Foto: Stella Schuhmacher
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Macht euren Job und wir wären in der Schule.
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Juengere Demonstrationsteilnehmer. Ich stehe für das, worauf ich stehe.
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Im Starbucks vor Beginn der Demo.
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Polizisten mit Fahrrädern.
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Die Erde stirbt und wir graben das Grab.
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Nach dem Hurrikan Maria fordern Puertoricaner Schuldenerlass.
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Hört auf zu leugnen, dass die Erde stirbt.
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Auch gegen den brazilianischen Präsidenten wurde demonstriert.
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Komposthaufen
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Foto: Reuters/Lucas Jackson

UNO Generalsekretär Antonio Guterres meinte am Samstag am Beginn des United Nations Youth Climate Summit in New York, dass er eine gewisse Dynamik spüre, vor allem Dank der Jugendbewegungen, die einen fantastischen Prozess auf der ganzen Welt gestartet hätten. Man kann gespannt sein, ob es beim United Nations Climate Action Summit am 23. September tatsächlich zur Ankündigung konkreter Maßnahmen und Klimaziele durch die anwesenden Regierungsvertreter kommen wird. (Stella Schuhmacher, 23.9.2019)

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