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Der Zahlungsabwickler Wirecard muss wegen formaler Versäumnisse eine millionenschwere Geldstrafe zahlen. Die Wertpapieraufsicht BaFin verhängte schon im April Strafen über 1,52 Millionen Euro gegen Wirecard, wie sie am Montag mitteilte.

Späte Mitteilung

Das inzwischen im Leitindex Dax gelistete Unternehmen habe "der Öffentlichkeit den Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2018 teilweise nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt" und damit gegen die Vorschriften im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verstoßen, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Montag mit. Zudem habe Wirecard den Aktionären zu spät mitgeteilt, wo der Bericht im Internet zu finden sei.

Wirecard kämpft seit Monaten gegen Vorwürfe von Spekulanten und Medien, dass es in den Bilanzen des Unternehmens aus Aschheim bei München zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei.