Nicolás Maduro Ende 2018 bei seinem Freund Wladimir Putin.

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Caracas – Angesichts der immer schärferen Sanktionen gegen den Krisenstaat Venezuela will Präsident Nicolás Maduro die Beziehungen zum Verbündeten Russland stärken. "In den nächsten Stunden breche ich nach Russland auf", sagte er am Montagabend in einer Fernsehansprache. "Ich treffe mich mit unserem Freund Wladimir Putin und einer Gruppe von Unternehmern. Wir werden die Dynamik unserer Beziehungen überprüfen und neue Wegen suchen, um unsere Zusammenarbeit zu verstärken."

Fernduell bei der Uno

Seit Monaten liefert sich Maduro einen erbitterten Machtkampf mit dem selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Viele Staaten haben Guaidó bereits als rechtmäßigen Staatschef anerkannt und fordern Maduro zum Rücktritt auf. Dieser wird jedoch weiterhin von Russland, China, dem Iran, der Türkei, Kuba, Bolivien und Nicaragua gestützt. Der Uno-Generalversammlung bleiben heuer sowohl Maduro als auch Guaidó fern.

Maduro hätte am Donnerstag dort eine Rede halten sollen, sagte diese aber ab. Sein Gegenspieler wollte ursprünglich ebenfalls erscheinen. Dass er tatsächlich selbst kommt und nicht ein Vertreter, ist laut Diplomaten mittlerweile aber eher unwahrscheinlich.

Die USA und die EU haben eine Reihe harter Sanktionen gegen Maduro und sein Umfeld verhängt. Russland hingegen macht weiter Geschäfte mit Venezuela und ist dem Land über ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit verbunden. (APA, red, 24.9.2019)