Die Reparaturarbeiten an den Anlagen seien nicht so umfangreich gewesen wie ursprünglich erwartet.

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Dubai – Nach den Drohnenangriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien läuft die Ölproduktion Insidern zufolge wieder normal. Damit seien die durch die Attacken verursachten Ausfälle früher als gedacht wettgemacht worden, sagten drei mit der Produktion vertraute Personen am Mittwoch.

Der saudische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman und der Chef der staatlichen Ölfirma Saudi Aramco, Amin Nasser, hatten davon gesprochen, dass die beiden getroffenen Anlagen Churais und Abqaiq bis Ende September wieder normal arbeiten würden. Saudi-Arabien soll nun die angestrebte Kapazität von elf Millionen Barrel Öl pro Tag erreicht haben.

Bin Salman hatte sich zuletzt erleichtert gezeigt, dass die Reparaturarbeiten an den Anlagen nicht so umfangreich seien wie ursprünglich erwartet. Der weltgrößte Erdölexporteur müsse nun strenge Maßnahmen ergreifen, um weitere Angriffe zu verhindern.

Drohnenangriff

Die Angriffe vor eineinhalb Wochen hatten die Furcht vor einem neuen Krieg in der Golfregion geschürt und die Ölpreise nach oben getrieben. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Bürgerkriegsland Jemen hatten die Angriffe für sich reklamiert. Saudi-Arabien macht wie die US-Regierung den Iran verantwortlich. Dieser Einschätzung schlossen sich inzwischen auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien an. Der Iran bestreitet eine Verwicklung.

Nur wenige Tage nach den Angriffen ersuchte Aramco nach Aussagen von Insidern Banken um einen projektbezogenen Kredit über mehr als eine Milliarde Dollar. Allerdings sei unklar, wofür genau Aramco das Geld einsetzen wolle, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Aramco will innerhalb der nächsten zwölf Monate an die Börse gehen. Die Pläne werden trotz des Angriffs weiter vorangetrieben. (APA, 25.9.2019)