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Venedig – Mit einem Referendum könnte es zu einer Trennung von "Insel"- und "Festland"-Venedig (Mestre) kommen. Die Volksbefragung sei für den 1. Dezember geplant, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, laut Medienberichten vom Mittwoch.

Der Staatsrat in Rom hatte vergangene Woche erklärt, dass das Referendum gültig sei, gegen das sich der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro wehrt. Tausende Unterschriften waren zur Unterstützung einer Volksabstimmung gesammelt worden, die über die Trennung zwischen Mestre und Venedig entscheiden soll. Die Abstimmung ist bereits die fünfte seit 1979. Bisher waren alle Versuche der Trennung gescheitert.

Mit einem Referendum könnte es zu einer Trennung von "Insel"- und "Festland"-Venedig (Mestre) kommen

Zwei von drei Venezianern leben am Festland

Beim letzten Referendum im Jahr 2003 hatten es die Teilungsbefürworter auf 48 Prozent der Stimmen geschafft. Zwei von drei Venezianern leben mittlerweile auf dem Festland, gut 200.000 allein in der Industriestadt Mestre, die Einwohnerzahl von "Insel"-Venedig ist dagegen seit Jahrzehnten rückläufig und seit 1952 von 175.000 auf unter 55.000 geschrumpft.

Für die Trennung sind die rechte Lega, autonomistische Bewegungen und die populistische Fünf-Sterne-Bewegung. Die Demokratische Partei (PD) und die Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi wehren sich dagegen. (APA, 25.9.2019)