Rauchwolken über dem Lubrizol-Werk.

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Auch Schiffe wurden eingesetzt, um den Brand zu bekämpfen.

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Das Feuer brach um 2:40 aus.

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Rauchwolke über Rouen.

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Ainwohner von Rouen kaufen Atemmasken.

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Caen – Der Großbrand in einem als besonders gefährlich geltenden Chemiewerk in der nordfranzösischen Stadt Rouen ist gelöscht. Das teilte die Präfektur der Normandie am Freitag mit. Das Feuer war am Donnerstag ausgebrochen, verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr war mit rund 200 Löschfahrzeugen im Einsatz.

Anrainer waren aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Gebäude im Umkreis von 500 Metern wurden evakuiert, Schulen und Kindergärten blieben am Donnerstag geschlossen. In dem Chemiewerk am Ufer der Seine werden Zusatzstoffe für Schmierstoffe hergestellt. Die Fabrik gehört zum Unternehmen Lubrizol von US-Milliardär Warren Buffett.

Le Monde

Die Fabrik gehört in die sogenannte Seveso-Kategorie von gefährlichen Produktionsstandorten, die von Behörden besonders überwacht werden, berichtete der Sender BFMTV. In Seveso bei Mailand war es 1976 zu einem verheerenden Chemieunfall gekommen. Bauern wurden angewiesen, ihre Tiere in den Stall zu bringen, Obst und Gemüse sollen vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden.

Schwarte Ablagerungen.

In dem Werk arbeiten rund 400 Menschen. Die Chemiefabrik sorgte bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen, etwa als 2013 durch ein Leck das Gas Methanthiol entwich und die Umgebung weitreichend nach faulen Eiern roch. Im Jahr 2015 flossen nach einem Betriebsunfall rund 2.000 Liter Mineralöl ins Abwassersystem der Stadt. (red, APA, dpa, 26.9.2019)