Laut Mike Pompeo hat die US-Regierung Belege, dass Syriens Machthaber Assad im Mai Chlorgas eingesetzt hat.

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Washington – Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben Belege für einen Chemiewaffen-Angriff der Truppen von Syriens Machthaber Bashar al-Assad im Mai. Die Regierungstruppen hätten bei dem Angriff in der Rebellenbastion Idlib im Nordwesten Syriens am 19. Mai Chlorgas eingesetzt, sagte Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag. Die US-Regierung werde nicht zulassen, dass solche Angriffe "unwidersprochen" blieben oder "vertuscht" würden.

Assad bestreitet Giftgas eingesetzt zuhaben

Washington hatte schon im Mai von "Hinweisen" auf einen Chlorgasangriff gesprochen, sich aber nicht klar festgelegt. Aktivisten wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatten den US-Angaben damals widersprochen.

Im Syrien-Konflikt wurde schon mehrfach Giftgas eingesetzt. Assad hatte nach einem verheerenden Giftgasangriff 2013 zugesagt, alle Chemiewaffen außer Landes zu bringen. Es blieben aber Zweifel, ob tatsächlich alle Bestände zerstört wurden. Nach einem Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta im April 2018 flogen die USA, Frankreich und Großbritannien Vergeltungsangriffe. Syrien und seien Verbündeter Russland bestritten stets, Giftgas einzusetzen. (APA, 26.9.2019)