Am Freitag ist der Tanker in internationale Gewässer zurückgekehrt.

Foto: AP/Hasan Shirvani

Bandar Abbas – Mehr als zwei Monate nach seiner Festsetzung durch die iranischen Behörden hat der britische Öltanker Stena Impero am Freitag den Hafen der Stadt Bandar Abbas verlassen. Wie Schiffsbeobachtungsdaten von Refinitiv zeigten, setzte sich der Tanker in Bewegung und verließ den iranischen Hafen. Als Zielhafen wurde Port Rashid in den Vereinigten Arabischen Emiraten angegeben.

Der Tanker war eigentlich schon am Montag von der iranischen Regierung freigegeben worden, doch blieb er zunächst weiter in iranischen Gewässern. "Schön, dass es vorbei ist", sagte Reedereichef Erik Hånell dem schwedischen Fernsehsender SVT.

Zwischenfälle mit Tankern und Drohnen

Die Stena Impero war am 19. Juli von den iranischen Revolutionsgarden in der Seestraße von Hormuz unter dem Vorwurf aufgebracht worden, gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen zu haben. Es wurde jedoch vermutet, dass der Iran damit auf die umstrittene, vorübergehende Festsetzung eines iranischen Öltankers vor dem zu Großbritannien gehörenden Gibraltar reagierte.

Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean. Ein Großteil des globalen Ölexports wird durch die Meerenge verschifft. Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Monaten immens verschärft. Die Handelsschifffahrt wurde in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineingezogen. Es kam zu mehreren Zwischenfällen mit Tankern und Drohnen. (APA, 27.9.2019)