Nirvana-Frontmann Kurt Cobain wieder in den Charts.

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Das Ende der Musik-CDs wird absehbar. Elektroketten haben ihre Verkaufsflächen bereits radikal verkleinert und verkaufen stattdessen lieber Abos von Streaming-Anbietern. Und Spotify, Amazon oder Apple Music lassen die Kassen der Musikwirtschaft auch klingeln. Die Branche ist wieder auf Wachstumskurs, 2018 hat der digitale Markt sein physisches Pendant erstmals überholt.

"Nevermind" wieder in den Charts

Natürlich werden aber weiterhin CDs verkauft. Schlager, Volksmusik, Klassik und Rock halten sie am Leben. Besonders die 90er-Jahre und Nirvana haben es den Hörern angetan. So findet sich "Nevermind" von Nirvana derzeit wieder in den Charts. Ein Album, das 1992 veröffentlicht wurde und seither immer wieder in den österreichischen Chats auftaucht. Im April dieses Jahres war es auf Platz 29 zu finden. Derzeit hat es Platz 75 inne.

Nirvna kurbelt auch den Verkauf von LPs an. 2018 war "Nevermind" das zweitmeistverkaufte Album.

Altersfrage

Angeführt werden die Albencharts derzeit von Andreas Gabalier mit seinem neuen Album "10 Jahre – Best of Volks-Rock-'n'-Roller". Der Erfolg zeigt, dass der Kauf einer CD eine Altersfrage ist: Während viele Jugendliche hauptsächlich Streaming nutzen, kaufen Ältere eher Schallplatten und CDs. Dies will die Musikindustrie ändern, sie versucht Gabalier-Fans zu Streamingkunden zu machen. Die österreichische Musikindustrie machte mit dem Verkauf von CDs im vergangenen Jahr einen Umsatz von 43,4 Millionen Euro, Streaming brachte ihr 51,6 Millionen Euro – ein Plus von 58,3 Prozent. Und der Markt wächst weiter. Insgesamt wurden 2018 stolze 153,3 Millionen Euro umgesetzt. (Markus Sulzbacher, 29.9.2019)