Dhaliwal wurde am Mittwoch beerdigt.

Foto: Mark Mulligan/Houston Chronicle via AP

Fast 100 US-Polizisten, die der Sikh-Religion angehören, wollen im Dienst ihre Glaubensartikel wie den Turban oder Bart tragen dürfen. In einem Brief forderten sie die Behörden auf, dazu Richtlinien festzulegen. Bis jetzt haben nur 25 der 15.400 Polizeidienststellen in den USA eine Richtlinien zu religiösen Artikeln.

Das Ansuchen kommt am Tag der Beerdigung des Polizisten Sandeep Singh Dhaliwal, der im US-Bundesstaat Texas nach einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle erschossen worden war. Er war der erste Sikh, der in den USA während der Ausübung seines Berufs den Turban und Bart tragen durfte. Dhaliwal war 42 Jahre alt und arbeitete zehn Jahre für das Sheriffbüro in Harris, nahe der Hauptstadt Houston.

Dhaliwal organisierte auch Hilfslieferungen für Opfer von Hurrikan Harvey.

Verdächtiger in Haft

Dhaliwal hatte sein erfolgreiches Unternehmen verkauft, um Polizist werden zu können und so Vorurteile gegen Angehörige des Sikh-Glaubens in der US-Öffentlichkeit zu bekämpfen. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

Der Verdächtige im Mordfall wurde bereits festgenommen. Ein Motiv für den Angriff ist unklar. Bilder von der Kamera des Polizeiwagens zeigen, wie Dhaliwal in den Rücken geschossen wurde, nachdem er die Papiere des Fahrzeughalters zur Überprüfung abgenommen hatte. Der mutmaßliche Täter ist der Fahrer des Wagens.

Houstons Bürgermeister, Sylvester Turner, nannte Dhaliwal "einen wichtigen und wegweisenden Polizeibeamten für unseren Bezirk, unseren Bundesstaat und unsere Nation". Texas Senator Ted Cruz sprach davon, dass der Bundesstaat um "einen Helden trauert". (bbl, 2.10.2019)