Installation mit Banksys Kunstwerken in dem von ihm soeben neu eröffneten Geschäft in London/Croydon.

Reuters

Der britische Street-Art-Künstler Banksy hat in London erstmals ein eigenes Geschäft eröffnet. Allerdings können Interessierte die darin präsentierten Kunstwerke nicht ansehen oder vor Ort kaufen, da die Türen des Geschäfts geschlossen bleiben, wie Banksy mitteilte.

Die Objekte können demnach ausschließlich übers Internet erstanden werden. Der Erlös solle an eine Flüchtlingsorganisation geben, deren Rettungsschiff von den italienischen Behörden festgesetzt worden sei.

Bereits nach der Eröffnung am Montag drängten sich Kunstfans vor dem Geschäft in London. In der Galerie stehen unter anderem ein von Überwachungskameras umgebenes Kinderbett und bedruckte Polster zum Verkauf.

Die eigene Marke schützen

Hintergrund der Neueröffnung ist laut Banksy, die eigene Marke zu schützen. Es gab den Versuch eines Glückwunschkarten-Erzeugers, unter dem Namen des Künstlers Produkte zu verkaufen. Juristen zufolge nutzt Banksy seine "Marke" bisher nicht, um seine Werke zu verkaufen – deshalb könne sie auf andere übertragen werden. Deshalb wurde dem Künstler geraten, selbst ein Geschäft zu eröffnen.

Der Streetart-Künstler, der seine Identität geheim hält, ist mit der Situation offenbar nicht besonders glücklich. Der Rechtsstreit sei der wohl "unpoetischste Grund aller Zeiten, Kunst zu machen", erklärte er. (APA, 3.10.2019)