Heute wird sich zeigen, wie die Chancen der ÖVP für eine Koalition mit Neos oder Grünen stehen.

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Wien – ÖVP-Chef Sebastian Kurz setzt am Mittwoch die Sondierungsgespräche für mögliche Koalitionsverhandlungen fort. Nachdem er am Dienstag mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und FPÖ-Obmann Norbert Hofer gesprochen hat, trifft Kurz am Mittwochvormittag mit Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger zusammen. Am späten Nachmittag steht dann das Treffen mit Grünen-Chef Werner Kogler auf dem Programm.

Die Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung gehen weiter.
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Die Vieraugengespräche finden wie schon am Vortag wieder im Winterpalais in der Wiener Himmelpfortgasse statt. Das Gespräch zwischen Kurz und Meinl-Reisinger ist für 11 Uhr geplant, jenes mit Kogler für 17.30 Uhr. Dass damit der Plan, die Gespräche in der Reihenfolge der Stärke der Parteien im Nationalrat abzuhalten, nicht eingehalten wird, hat terminliche Gründe. Zu Beginn der Treffen wird es laut ÖVP wie schon am Dienstag die Möglichkeit für Fotos und einen Kameraschwenk geben. Statements von Kurz sind danach nicht geplant.

Lothar Lockl war früher Kommunikationschef der Grünen, 2016 hat er den Wahlkampf von Alexander Van der Bellen geleitet. Er spricht über die Koalitionsvariante Türkis-Grün.
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Die ÖVP hat mit dem Wahlergebnis vom 29. September drei Möglichkeiten für Zweierkoalitionen. Auf solide Mehrheiten im Nationalrat würde sie sowohl mit der SPÖ als auch mit der FPÖ oder den Grünen kommen. Auf die Neos ist die ÖVP dabei nicht angewiesen, sie könnten höchstens als ergänzender Partner dienen. (APA, 9.10.2019)