Apple hat eine App veröffentlicht, die den Demonstranten helfen soll.

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China hat Apple vorgeworfen, die Demonstranten in Hongkong zu unterstützen. Der US-Technologiekonzern biete eine mobile Verkehrs-Anwendung an, die den Aktivisten die Standorte der Polizei anzeige, kritisierte am Mittwoch das Parteiorgan "Volkszeitung". Dies würde es Demonstranten leichter machen, sich an gewalttätigen Aktionen zu beteiligen.

"Unkluge" Entscheidung

"Apples Zustimmung zu der App hilft natürlich den Randalierern. Was ist die tatsächliche Absicht?", schrieb das Blatt. Bei Apple Music biete der iPhone-Konzern zudem ein Lied an, das offen für die Unabhängigkeit Hongkongs von China eintrete. Niemand wolle das US-Unternehmen in die Unruhen in der Sonderverwaltungsregion hineinziehen. "Die Menschen haben aber Grund zu der Annahme, dass Apple Geschäft mit Politik und sogar illegalen Handlungen vermischt", heißt es weiter. Apple müsse "über die Konsequenzen seiner unklugen und rücksichtslosen Entscheidung nachdenken".

Seit der Rückgabe 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, genießen aber – anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik – mehr Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um die sie jetzt fürchten. Seit fünf Monaten demonstrieren sie gegen ihre Regierung und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Führung in Peking. (APA/dpa, 9.10.2019)