Dominic Thiem siegt und siegt und siegt.

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Schanghai – In einem arbeitsintensiven Duell mit dem Spanier Pablo Carreno Busta hat Dominic Thiem am Mittwoch die erste Hürde beim Masters-1000-Turnier in Schanghai genommen. Drei Tage nach seinem Triumph in Peking ging der Niederösterreicher nach 107 Minuten mit einem 7:6 (3), 6:3-Sieg vom Platz und bekommt es nun am Donnerstag im Achtelfinale mit dem Georgier Nikoloz Basilashvili zu tun.

"Es war heute harte Arbeit", resümierte Thiem, der bei vier Anläufen in Schanghai noch nie über die zweite Runde hinausgekommen war. "Ich bin mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegangen, aber er auch. Er war einmal Top Ten, nicht ohne Grund, ich bin froh, es geschafft zu haben. Ich bin zufrieden", erklärte die Nummer vier des Turniers. Die Bilanz gegen die aktuelle Nummer 37 der Weltrangliste bleibt mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel makellos.

Nervenstärke

Vor allem im ersten Satz musste Thiem hochkonzentriert agieren, Carreno ließ sich in keiner Phase abschütteln. Thiem behielt aber die Nerven, auch als er beim Stand von 4:5 drei Satzbälle abwehren musste, im Tiebreak setzte er sich dann recht sicher durch. Im zweiten Durchgang fiel die Gegenwehr des Spaniers nicht mehr ganz so stark aus, Thiem schaffte mit dem Break zum 4:2 die Vorentscheidung und verwertete beim Stand von 5:3 den zweiten von drei Matchbällen.

Bereits am Donnerstag (nicht vor 11.30 Uhr MESZ) ist Thiem im Achtelfinale gegen Basilashvili gefordert. Im bisher einzigen Duell der beiden unterlag Thiem 2017 in Sofia auf Hartplatz 4:6, 4:6. "Es gibt nur wenige auf der Tour, die schneller spielen als er", meinte Thiem über den Weltranglisten-26. auf Sky. "Wenn er gut spielt, kann er jeden Gegner schlagen. Ich hoffe, dass ich meinen Lauf fortsetzen kann und er nicht seinen allerbesten Tag hat, sonst wird es sehr schwer."

Zverev nun gegen Federer

Noch schwerer hatte am Mittwoch Alexander Zverev zu kämpfen. Der Deutsche setzte sich gegen den Qualifikanten Jeremy Chardy aus Frankreich knapp mit 7:6 (13), 7:6 (3) durch. Nachdem sich der deutsche Weltranglisten-Sechste bei 5:6 medizinische Betreuung auf den Platz geholt hatte, wehrte er im Tiebreak drei Satzbälle ab, holte im zweiten Durchgang einen 3:5-Rückstand auf und sicherte sich den Sieg auch dank insgesamt 21 Assen. Nächster Gegner Zverevs ist der Russe Andrej Rublew.

Im Viertelfinale könnte es der Deutsche mit Altmeister Roger Federer zu tun bekommen. Der Schweizer besiegte den Spanier Albert Ramos-Vinolas bereits am Dienstag 6:2, 7:6 (5) und trifft nun auf den Belgier David Goffin. Novak Djokovic hatte am Mittwoch wenig Mühe. Der Weltranglistenerste besiegte Denis Shapovalov aus Kanada 6:3, 6:3 und bekommt es nun mit John Isner (USA) zu tun. (APA, 9.10.2019)