Telas Smart Summon-Funktion wird scharf kritisiert.

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Tesla hat in den USA ein Software-Update für seine Elektroautos mit der neuen Smart Summon-Funktion veröffentlicht. Damit können Autobesitzer ihr Fahrzeug automatisch zu sich fahren lassen. Die US-Organisation Consumer Reports geht mit der Software jedoch hart ins Gericht.

Auf Parkplätzen rufen

Die Konsumentenschützer haben die Smart Summon-Funktion über mehrere Tage auf einem Model 3 getestet. Tesla bewirbt die Funktion unter anderem damit, dass Nutzer nicht mehr im strömenden Regen über einen Parkplatz zu ihrem Auto gehen müssen, sondern das Auto einfach zu sich rufen können. Der Hersteller weist auf Einschränkungen der Funktion hin. So darf bzw. kann sie nicht auf öffentlichen Straßen verwendet werden und erkennt beispielsweise Randsteine nicht.

In den Tests der Konsumentenschützer konnte der mit der Software ausgestattete Tesla ausparken, wenden und sich in Richtung des Besitzers bewegen. Dabei konnte das Fahrzeug auch um stationäre Objekte herumfahren und für Passanten anhalten. Außerdem wurde es bei kreuzendem Verkehr langsamer. Positiv wird angemerkt, dass das Auto dabei sehr vorsichtig fährt.

Die Tester bemängeln jedoch, dass das System nicht immer zuverlässig funktioniere. Genutzt werden darf es nur auf Privatparkplätzen, was die Software automatisch erkennen soll. Das sei jedoch nicht immer der Fall gewesen. Teilweise hielt das Model 3 auch ohne ersichtlichen Grund einfach an. Außerdem fuhr das Auto auf der Straßenmitte und schlenkerte von links nach rechts – wie "eine betrunkene Person oder ein abgelehnter Fahrer", so die Tester.

"Wissenschaftliches Experiment"

Jake Fisher, Chef-Auto-Tester von Consumer Reports, kritisiert, dass die Software unfertig und nicht ausreichend getestet sei. "Was Konsumenten in Wirklichkeit bekommen, ist die Chance in einer Art wissenschaftlichem Experiment mitzumachen", sagt Fisher im Bericht der Organisation. (red, 10.10.2019)