Viorica Dăncilă nach ihrem Sturz.

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Bukarest – Mit einem Misstrauensvotum hat das rumänische Parlament die Minderheitsregierung von Regierungschefin Viorica Dăncilă (Postkommunisten) zu Fall gebracht. 238 der 465 Abgeordneten und Senatoren stimmten am Donnerstag für den Antrag. Es war der vierte Anlauf der Opposition gegen die PSD-Regierung binnen drei Jahren, das dritte erfolgreiche Misstrauensvotum der rumänischen Nachwendezeit.

Für das Land sei "ein Albtraum endlich zu Ende gegangen", nun müsse die "Wiederaufbauarbeit" zügig losgehen, sagte der Chef der oppositionellen Liberalen, Ludovic Orban, in einer ersten Reaktion. Nun ist der Staatspräsident Klaus Johannis am Zug. Er muss Sondierungsgespräche mit den Fraktionen einleiten und anschließend eine Person mit der Regierungsbildung beauftragen. (APA, 10.10.2019)