Die Türkei will die S-400-Systeme gemeinsam mit Russland produzieren.

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Ankara – Die Auslieferung weiterer russischer Raketenabwehrsysteme des Typs S-400 an die Türkei könnte sich nach Angaben des Rüstungsdirektors in Ankara über das Jahr 2020 hinaus verzögern. Grund dafür seien Gespräche über die technologische Teilhabe und eine gemeinsame Produktion, sagte Ismail Demir dem Sender NTV am Montag. Russland habe der Türkei auch Kampfjets zum Kauf angeboten. Die Regierung in Ankara prüfe diese Offerte.

Die Türkei hatte die ersten S-400-Systeme im Juli erhalten. Die USA und die Nato kritisierten die Einkaufstour des Bündnis-Partners in Russland heftig. Ursprünglich hatte die Türkei F-35-Kampfjets aus den USA beschaffen wollen. Die Regierung in Washington warf die Türkei wegen des S-400-Kaufs jedoch aus dem F-35-Programm. (Reuters, 4.11.2019)