Gut drauf: Jürgen Klopp.

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Wien .- Seit einem 0:3 im September 2016 gegen Real Madrid und damit 23 Heimspiele ist der FC Liverpool im Fußball-Europacup schon ungeschlagen. Am Dienstag ist der Champions-League-Titelverteidiger wieder großer Favorit, wenn in der Salzburg-Gruppe E Schlusslicht Genk an der Anfield Road gastiert.

Liverpool hat vor zwei Wochen in Belgien 4:1 gewonnen, Coach Jürgen Klopp gab sich für dem Retourspiel dennoch zurückhaltend. "Wir respektieren sie sehr und wissen, wie schwer es dort war. Ja, wir haben die Tore gemacht, aber es war nicht unsere beste Leistung der vergangenen 20 Jahre, und einer der Gründe dafür war Genk", erklärte der Deutsche.

Gedanken machte sich Klopp auch wegen des Programms. Genk ist das vierte Match innerhalb von zehn Tagen. Liverpool war zwar gegen Tottenham (2:1), Arsenal (5:5, 5:4 im Elfmeterschießen) und Aston Villa (2:1) stets erfolgreich, aber auch voll gefordert. Der Trainer wird daher und auch im Hinblick auf den Liga-Schlager gegen Meister Manchester City am Sonntag rotieren, aber nicht so, "dass man unsere Mannschaft nicht mehr kennt oder man sich denkt: Wer ist denn das."

FC Barcelona in guter Ausgangslage

Noch komfortabler als die Ausgangslage von Liverpool ist jene des FC Barcelona in Gruppe F. Bei einem Heimsieg gegen Schlusslicht Slavia Prag wären die Spanier kaum noch von den Aufstiegsrängen zu verdrängen. Vorentscheidenden Charakter im Kampf um Platz zwei hat die Parallelpartie zwischen Borussia Dortmund und Inter Mailand (Valentino Lazaro).

Das erste Duell vor zwei Wochen hat der BVB in Mailand 0:2 verloren. Drei Bundesliga-Spielen ohne Gegentor gegen Mönchengladbach (1:0), Schalke (0:0) und Wolfsburg (3:0) schürt beim BVB aber den Glauben an eine stabile Trendwende. "Wir haben noch viel vor in der Champions League. Wir spielen zu Hause, wir sind Borussia Dortmund und haben hier schon gegen ganz andere Mannschaften gewonnen", offenbarte Julian Brandt das neu gewonnene Selbstvertrauen.

Auch RB Leipzig fährt in Hochstimmung nach St. Petersburg. Vor einer Woche hatte Trainer Julian Nagelsmann noch von Krise bei RB Leipzig gesprochen, seitdem zeigten sich die Roten Bullen in Form. Nach den zwei Tore-Spektakeln in Liga (8:0 gegen Mainz) und Pokal (6:1 in Wolfsburg) will Leipzig mit den ÖFB-Teamspielern Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Stefan Ilsanker gegen Zenit einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen. "Wir müssen diesen Schwung mitnehmen und versuchen, so lange wie möglich auf dieser Welle zu bleiben", sagte Stürmer Yussuf Poulsen. (APA, 4.11.2019)