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Das Portal "Sleeping in Airports" hat seine User auch in diesem Jahr wieder dazu aufgerufen, die besten und die schlimmsten Flughäfen der Welt zu wählen. Bewertet wurde nach den Faktoren Sauberkeit, Komfort und Gastronomie, Service- und Freizeitangebote sowie Abläufe beim Check-in.

In diesen zehn Airports möchte man sich nicht länger aufhalten als nötig, geschweige denn eine Nacht verbringen:

King Abdulaziz International Airport, Dschidda, Saudi-Arabien (JED)

Ein Dauergast in diesem Negativranking ist der Flughafen Dschidda: Die Litanei der Beschwerden umfasst Desorganisation, schmutzige Badezimmer, unhöfliches und arrogantes Personal und Mangel an anständigem Essen.

King Abdulaziz International Airport.

Die meisten Umfrageteilnehmer raten davon ab, auch nur in die Nähe des Flughafens zu kommen. Durch seine herausragende Rolle bei der Hadsch-Pilgerfahrt ist dies aber für viele Reisende unvermeidlich.

La Guardia Airport, New York City, USA (LGA)

Der Flughafen New York City La Guardia ist ebenfalls kein Unbekannter auf der Liste der schlechtesten Flughäfen. Die Bewertung hängt allerdings stark davon ab, welchen Terminal man erwischt, denn derzeit wird der Flughafen renoviert, das heißt, es gibt ein Sammelsurium aus Alt und Neu.

Reisende beklagen, dass es zu wenige gute Restaurants gibt und dass es in einigen Bereichen – wenn überhaupt – nur eine begrenzte Zahl an Sitzgelegenheiten gibt. Hier zu übernachten sei unmöglich oder zumindest nicht empfehlenswert. Ganz besonders sauer stößt den Umfrageteilnehmerinnen der mangelnde Kundenservice auf. Zitat: "La Guardia ist einfach nur peinlich! Vor allem für eine Stadt wie New York. (...) Wir sind kein Land der Dritten Welt, aber es fühlt sich so an."

Stansted Airport, London, England (STN)

Die Liste an Beschwerden über Stansted ist lang: schmutzige Toiletten, schlechtes WLAN, überfüllte Gates, begrenzte Sitzgelegenheiten, schlechtes Essen, schlechte Beschilderung, kalte Temperaturen, keine Ladestationen und so weiter. Die mit Abstand häufigste Beschwerde? Das Schlafverbot. Längst vorbei sind die Tage von "Camp Stansted". Seit 2018 wird das Schlafverbot rigoros durchgesetzt.

London Stansted Airport.

Reisende dürfen trotz fehlender Sitzgelegenheiten nicht auf dem Boden sitzen. Schlimmer noch, die Angestellten belästigen anscheinend jene Reisenden, die einnicken, sich hinlegen oder es sich einfach nur zu bequem machen.

International Airport, Juba, Sudan (JUB)

In Anbetracht der Lage des Flughafens Juba in einem Kriegsgebiet sollten Reisende nicht viel an Komfort oder Service erwarten. Trotzdem wurde im vergangenen Jahr ein neues Terminal eröffnet. Die Zelte, die bisher als Terminal dienten, wurden ersetzt. Reisende berichten aber, dass der neue Terminal zu schlicht und zu klein sei. Ein Umfrageteilnehmer: "Es ist ein stinkendes Loch des menschlichen Elends, das mit Kriminellen und Despoten vollgestopft ist."

International Airport, Santorin, Griechenland (JTR)

Reisende strömen Jahr für Jahr nach Santorin, um Inselstimmung und wunderschöne Sonnenuntergänge zu erleben. Der Flughafen vo n Santorin ist allerdings eine Schande, wie es bei "Sleeping in Airports" heißt. Das Problem dabei ist, dass der Flughafen zu klein und unterbesetzt ist, um das massive Passagieraufkommen in der Hauptsaison zu bewältigen.

Santorini International Airport.

Reisende berichten von langen Warteschlangen, die bereits außerhalb des Flughafengebäudes beginnen, unorganisierten Check-in-Prozessen und überfüllten Gate-Bereichen. Die wenigen Sitzplätze sind immer voll, also sollte man sich darauf einstellen, dass viele Reisende herumstehen oder die Stiegen blockieren.

International Airport, Kairo, Ägypten (CAI)

Der internationale Flughafen von Kairo ist der zweitgrößte in Afrika. Umfrageteilnehmer beschreiben die Terminals als schmutzig und das Flughafenpersonal als unprofessionell und unhöflich. Schlafen ist hier, da Betrüger und Diebe unterwegs sind, nicht ratsam. Zitat: "Der Flughafen stinkt nach verrottendem Obst. Die Toiletten waren unglaublich schmutzig. Es gibt keinen Platz zum bequemen Sitzen. Die Lounge war ebenfalls keine Option, da sie genauso schlecht war."

Bole International Airport, Addis Abeba, Äthiopien (ADD)

Addis Abebas Bole International Airport hatte ein großes Jahr: Verdreifachung der Passagierkapazität dank der offiziellen Eröffnung seines neu erweiterten Terminals. Umfrageteilnehmern zufolge sind die Erweiterungs- und Renovierungsarbeiten jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Folge: Chaos.

Addis Abeba, Bole International Airport.

Hinzu kommen die begrenzten Sitzmöglichkeiten, die langen Warteschlangen bei den Toiletten und die wenigen Restaurants. Umfrageteilnehmer sprechen von einem Albtraum, vor allem wenn man hier einen längeren Aufenthalt einlegen muss.

Hazrat Shahjalal International Airport, Dhaka, Bangladesch (DAC)

Über diesen überfüllten Flughafen können Reisende nur Negatives berichten: Desorganisation, Chaos, lange Warteschlangen, unhöfliches Personal und extrem begrenzte Verpflegungsmöglichkeiten. Dazu gesellen sich jede Menge Stechmücken. Mehrere Reisende berichten auch von Flughafenmitarbeitern, die nach Bestechungsgeldern oder "Trinkgeldern" fragen.

Murtala Muhammed International Airport, Lagos, Nigeria (LOS)

Die Umfrageteilnehmer nennen den Flughafen "eine Schande für das Land". Sie berichten von schmutzigen Böden, stinkenden Badezimmern, kaputten Rolltreppen, versuchten Erpressungen und allgemeinem Verfall.

Luton Airport, London, England (LTN)

Der Flughafen Luton, erbaut in den 1970ern, lässt viel zu wünschen übrig. Zu der durchgehenden Schmutz- und Staubschicht sowie begrenzten Sitzmöglichkeiten gesellen sich lange Schlangen beim Check-in und der Gepäckaufgabe.

London Luton Airport.

Man sollte auch sicherstellen, in der richtigen Warteschlange zu stehen, da diese verwirrend sind und die Schalter offenbar auch häufig vollkommen willkürlich geschlossen werden. Auch gibt es zu wenige Toiletten. (red, 7.11.2019)