Eh leicht.

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Wirklich leicht.

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Nicht ganz so leicht.

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Wien – Paris St. Germain (Gruppe A), Bayern München (B) und Juventus Turin (D) sind am Mittwoch als erste Teams ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Die Franzosen besiegten LASK-Quali-Bezwinger Club Brügge mit 1:0, die Deutschen gewannen gegen Olympiakos Piräus 2:0, und die Italiener siegten dank eines Last-Minute-Treffers bei Lok Moskau 2:1.

Das Trio fixierte den Aufstieg damit bereits im vierten Gruppenspiel. Noch nicht durch ist Manchester City nach einem 1:1 bei Atalanta Bergamo, die Engländer gaben damit erstmals Punkte ab. Real Madrid hat nach einem 6:0-Kantersieg gegen Galatasaray Istanbul beste Chancen auf das Weiterkommen. Gute Karten hat auch Tottenham nach einem 4:0 bei Roter Stern Belgrad. Atletico Madrid verpasste eine Vorentscheidung durch eine 1:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen. Keinen Sieger gab es beim Duell Dinamo Zagreb gegen Schachtar Donezk, das 3:3 endete.

Makelloses Paris

PSG ging ohne Neymar in einer ausgeglichenen ersten Hälfte durch Mauro Icardi (22.) in Führung – der achte Treffer des Stürmers in den jüngsten sieben Pflichtspielen. Da Keylor Navas einen schwach geschossenen Elfmeter des gefoulten Brügge-Jokers Mbaye Diagne (76.) hielt, blieb das Team von Thomas Tuchel auch nach Seitenwechsel ohne Gegentreffer, gewann sein viertes Spiel und ist dank des Torverhältnisses von 10:0 weiter makellos. Die Franzosen sind nun schon seit 23 Europacup-Gruppenheimspielen unbesiegt, wobei gleich 18 Siege herausschauten. Bei jenem am Mittwoch hatten sie deutlich mehr Mühe als beim 5:0 in Belgien.

PSG liegt weiter fünf Punkte vor Verfolger Real, der sich wiederum ein Fünf-Punkte-Plus auf den Dritten Brügge erarbeitete. Rodrygo (4., 7.) brachte die Königlichen mit einem Doppelpack früh auf Siegeskurs, Sergio Ramos (14./Elfmeter) und Karim Benzema (45.) legten noch vor der Pause nach. Danach trafen Benzema (81.) und Rodrygo (92.) nochmals. Der Aufstieg ist damit zum Greifen nah, ganz im Gegensatz zu den weiter sieglosen Teams aus Brügge und Istanbul.

Glanzlose Bayern

In Gruppe B durften sich die Bayern im ersten Spiel nach Niko Kovac über ein Erfolgserlebnis freuen und haben somit wie PSG alle vier Partien gewonnen. Großer Glanz blieb bei der Premiere von Interimscoach Hansi Flick aus, Robert Lewandowski (69.) und Ivan Perisic (89.) erzielten die Tore. Für Lewandowski war es der sechste CL-Saisontreffer, nur Salzburgs Erling Haaland (7) hat öfter getroffen. David Alaba spielte in der Innenverteidigung durch.

Fünf Zähler hinter den Münchnern festigte Tottenham Rang zwei. Giovani lo Celso (34.) traf in einer kuriosen Aktion, in der zuvor Harry Kane die Stange und danach auch noch Son Heung-min die Latte getroffen hatte. Son (57., 61.) machte in der zweiten Hälfte mit einem Doppelpack den Sack zu. Der Vorsprung auf Roter Stern wuchs somit auf vier Punkte.

Für ManCity blieb der vierte Sieg aus. Nach dem Führungstreffer von Raheem Sterling (7.) verpasste Gabriel Jesus (43.) mit einem stümperhaft verschossenen Elfmeter die Vorentscheidung. Mario Pasalic (49.) gelang per Kopf der Ausgleich. In der Schlussphase musste mit Kyle Walker ein ManCity-Feldspieler das Tor hüten, da der für den verletzten Ederson zur Pause eingewechselte Claudio Bravo wegen Torraubs die rote Karte (81.) gesehen hatte. Für Bergamo war es der erste Punktgewinn. Der Rückstand auf Donezk und Zagreb beträgt weiter vier Punkte, da auch diese beiden Teams die Punkte teilten. Die von Nenad Bjelica gecoachten Kroaten gaben dabei in einer packenden Schlussphase mit je einem Ausschluss noch eine 3:1-Führung aus der Hand – sehr zum Ärger auch von Emir Dilaver, der in der Abwehr durchspielte.

Spätes Turin

Juventus ist durch einen schnellen Treffer von Aaron Ramsey (4.) nach einem Tormannpatzer sowie einen Last-Minute-Treffer von Douglas Costa (93.) im Achtelfinale. Juve (10) kann nur noch von Atletico (7) eingeholt werden. Die Spanier müssen nach einem überraschenden 1:2 in Leverkusen noch um den Aufstieg bangen. Leverkusen hielt die Minichance auf das Weiterkommen dank eines Eigentors von Thomas (41.) – zu diesem Zeitpunkt resultierten vier der jüngsten fünf Leverkusen-Tore in der Königsklasse aus Eigentoren – und eines Treffers von Kevin Volland (55.) am Leben. Julian Baumgartlinger (ab 65.) und Aleksandar Dragovic (ab 88.) wurden eingewechselt. Leverkusen fehlen wie Moskau vier Zähler auf Rang zwei. (APA, 6.11.2019)

Champions League, 4. Runde, Mittwoch

Gruppe A:

Paris St. Germain – Club Brügge 1:0 (1:0)
Tor: Icardi (22.)

Real Madrid – Galatasaray Istanbul 6:0 (4:0)
Tore: Rodrygo (4., 7., 92.), Ramos (14./Elfmeter), Benzema (45., 81.)

Gruppe B:

Bayern München – Olympiakos Piräus 2:0 (0:0)
Tore: Lewandowski (69.), Perisic (89.)
Bayern: Alaba spielte durch

Roter Stern Belgrad – Tottenham Hotspur 0:4 (0:1)
Tore: Lo Celso (34.), Son (57., 61.), Eriksen (85.)

Gruppe C:

Dinamo Zagreb – Schachtar Donezk 3:3 (1:1)
Tore: Petkovic (25.), Ivanusec (83.), Ademi (89.) bzw. Patrick (13.), Junior Moraes (94.), Tete (98.)
Gelb-Rot: Moro (74./Dinamo) bzw. Marlos (79./Schachtar)
Dinamo: Dilaver spielte durch

Atalanta Bergamo – Manchester City 1:1 (0:1)
Tore: Sterling (7.) bzw. Pasalic (49.)
Rot: Bravo (81./Manchester City)

Gruppe D:

Lok Moskau – Juventus Turin 1:2 (1:1)
Tore: Mirantschuk (12.) bzw. Ramsey (4.), Douglas Costa (93.)

Bayer Leverkusen – Atletico Madrid 2:1 (1:0)
Tore: Thomas (41./Eigentor), Volland (55.) bzw. Morata (94.)
Rot: Amiri (84./Leverkusen)
Leverkusen: Baumgartlinger ab 65., Dragovic ab 88., Özcan Ersatz