Offiziere der albanischen Armee bei einer Parade in Tirana (Archivbild).

Foto: REUTERS/Arben Celi

Washington – Eine vom US-Militär angeführte Koalition zur Sicherung der kommerziellen Schifffahrt rund um die Straße von Hormus hat ihr Kommandozentrum in Bahrain eröffnet, US-Konteradmiral Alvin Holsey wurde zum Befehlshaber der Koalition ernannt.

Im Kommandozentrum würden künftig alle Informationen der beteiligten Marinen und Industriepartner gebündelt, um einen möglichst effektiven Einsatz zu gewährleisten, hieß es. An der Koalition beteiligen sich neben den USA auch Albanien, Großbritannien, Australien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien.

Die albanische Marine verfügt über vier knapp 43 Meter lange Patrouillenboote des niederländischen Herstellers Damen sowie diverse russische und chinesische Wasserfahrzeuge aus der Zeit des Kalten Krieges.

USA beschuldigen Iran

Ziel des Einsatzes ist es, angesichts mehrerer Angriffe auf Frachter im Bereich der Straße von Hormus für die Sicherheit der kommerziellen Schifffahrt in der Region zu sorgen. Die US-Regierung machte den Iran für die Angriffe verantwortlich. Der Seeweg vom Golf von Oman durch das Nadelöhr von Hormus in den Persischen Golf ist auch ein wichtiger Transportweg für Öltanker.

Das US-Militär machte zunächst keine genauen Angaben dazu, wie viele Schiffe und Soldaten an dem Einsatz beteiligt sind. Es kämen an wichtigen Nadelöhren große Schiffe wie Fregatten und Zerstörer zum Einsatz, hieß es. Kleinere Patrouillenboote und Korvetten würden die dazwischenliegenden Schifffahrtsstraßen kontrollieren, zudem gebe es auch Überwachung des Schiffsverkehrs aus der Luft. Die US-Regierung hatte den Einsatz zunächst als "Operation Sentinel" (Wacheinsatz) bezeichnet, spricht inzwischen aber von einer internationalen Allianz für maritime Sicherheit (IMSC). (APA, dpa, 7.11.2019)